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Schluss mit Pinkwashing: Regenbogenfahnen allein reichen nicht

Die Initiative Generation Rainbow will 100 % LGBTIQ-Gleichberechtigung

Pinkwashing
Foto: Generation Rainbow

Wir sind mitten in der Pride-Saison. Auf CSDs in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Vielfalt gefeiert. Regenbogenfahnen sind auf Produkten und in E-Mail-Abbindern in diesen Monaten wieder omnipräsent. Alles nur Pinkwashing?

Am Arbeitsplatz sind echte Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Menschen der LGBTIQ Community noch längst nicht selbstverständlich. Der German Diversity Monitor 2021 zeigt, wie groß die Diskrepanz zwischen Regenbogenkommunikation und tatsächlichem Handeln von Unternehmen ist: Obwohl 40 % der Unternehmen die Relevanz von LGBTIQ als «hoch» bewerten, bieten weniger als die Hälfte spezifische Massnahmen zur Förderung an. Und weniger als 10 % der Befragten planen, überhaupt Massnahmen einzuführen.

Für junge Talente ein verheerendes Signal: 6 von 10 Berufstätigen der LGBTIQ Community haben sich im Job noch nicht geoutet – weil sie Angst davor haben, ihre Karriere zu gefährden. Sie nehmen den Arbeitsplatz oft nicht als sicheres, offenes Umfeld wahr.

Die Initiative Generation Rainbow erklärt: Regenbogenfahnen allein reichen nicht. Gemeinsam mit Führungspersönlichkeiten der deutschen Wirtschaft will die Initiative auf das Problem Pinkwashing aufmerksam machen und sich für 100 % LGBTIQ-Gleichberechtigung einsetzen.


Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Ralph Zimmerer, Senior Marketing Executive und globaler Marken- und Kommunikationsberater sowie Gründer des LGBTIQ-Netzwerks BeYou@Beiersdorf, Clara Schmidt-von Groeling, Diplom-Psychologin, Marken -, Kommunikations- und Purpose-Expertin und Albert Kehrer, Coach und Diversity-Experte sowie Mitbegründer und ehrenamtlicher Vorstand der Prout-at-work-Foundation, über die er mit Unternehmen für mehr Chancengleichheit von LGBTIQ arbeitet.


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Kürzlich stellten Generation Rainbow und die Prout-at-work-Foundation in Berlin das Buch «Generation Rainbow – damit anders sein endlich normal wird» mit Interviews von LGBTIQ-Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, der Wirtschaft und der Politik vor. Dabei waren u.a. , Angela Matthes, CEO des Versicherungskonzerns Baloise Life AG (MANNSCHAFT+ sprach mit der trans Frau), und Schauspieler Brix Schaumburg.


Gründer Ralph Zimmerer erklärt: «Diese positiven, sicht- und hörbaren Vorbilder sollen jungen Menschen der LGBTIQ Community Mut machen, sie selbst zu sein, auch im beruflichen Umfeld. Arbeitgebende und Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben und ein offenes, tolerantes und förderndes Arbeitsumfeld für die Generation Rainbow zu schaffen.»

Alle Gewinne, die durch den Verkauf des Buches erzielt werden, sollen an die gemeinnützige Stiftung Prout at work gehen.


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