Putin als schwuler Clown – Der NZZ droht eine Klage
In Russland findet man diese Karikatur gar nicht lustig
Die Neue Züricher Zeitung (NZZ) hat eine Karikatur von Präsident Putin mit Clownsnase und Regenbogenfarben im Gesicht veröffentlicht. Die russische Botschaft droht mit rechtlichen Schritten.
Wegen der Veröffentlichung eines kritischen Artikels und einer Karikatur von Wladimir Putin droht Russland der NZZ mit einer Klage. Das geht aus einem Schreiben der russischen Botschaft in der Schweiz an den Chefredakteur der Zeitung, Eric Gujer, hervor.
«Wir sind äusserst empört über die Veröffentlichung der beleidigenden Karikatur vom Präsidenten der Russischen Föderation W. Putin in der NZZ», heisst es in dem Brief, den der Pressedienst der Russischen Botschaft in der Schweiz veröffentlichte. Man glaube nicht, dass die Meinungsfreiheit mit der «Freiheit der Verbreitung der Beleidigungen und Fakes» kompatibel sei. Man distanziere sich von Anspielungen auf Clownerei und LGBTIQ. Denn im Westen würden «Ideen der LGBT-Gemeinschaft seit Schuljahren aktiv und zwanghaft propagiert», heisst es in dem Schreiben weiter.
Anlass ist ein Artikel mit dem Titel «Superhelden und Schurken entfalten Schlagkraft im Internet», der Ende Juni veröffentlicht wurde. Er behandelt das «Gefecht der Narrative», das im Netz durch Memes ausgetragen werde. In den lustigen Bildern würden sich «aufsteigende Underdogs und gefallene Bösewichte» zeigen, in ihnen stecke viel Schlagkraft.
Als Aufmacher ist Kremlchef Putin mit Clownsnase und Regenbogenfarben im Gesicht zu sehen. Das Bild kursiert allerdings schon länger im Netz.
Man behalte sich das Recht vor, so die Russische Botschaft, die Zeitung wegen übler Nachrede und Verleumdung anzuzeigen. Zudem hoffe man darauf, dass die NZZ künftig die Auswahl ihrer Artikel «mit mehr Qualität» treffen werde.
Bereits im März wurde Wladimir Putin in einem Meme zum schwulen Clown. Grund war ein Hackerangriff (MANNSCHAFT berichtete). Und Marc Almond findet Putin sowieso voll schwul (MANNSCHAFT berichtete).
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