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«Penissimo» – Die Doku über das vielleicht beste Stück

Maskulinität und Penisse in allen Facetten

Penis
Bild: Unsplash/Charles Deluvio

Am nächsten Sonntag zeigt ORF 2 «Penissimo». Die Dokumentation von Gabi Schweiger setzt sich mit der Geschichte des Penis auseinander und lässt verschiedene Männer zum Thema Maskulinität zu Wort kommen.

Der Schwanz, der Hammer, das Zumpferl, die Rute, der Knüppel oder der (unheilige) Johannes: Der Penis hat viele Namen. In der Dokumentation «Penissimo» dreht sich alles um das «beste Stück» des Mannes. Nach «Viva la Vulva» hat sich die Regisseurin Gabi Schweiger nun dem männlichen Gegenstück gewidmet.

Von der mythischen Überhöhung der phallischen Form, über alte Mythen und Ritualen rund um das Genital bis hin zum modernen pornografischen Ideal, erzählt die Dokumentation die Geschichte rund um den Penis. Natürlich geht es auch um die männliche Sexualität mit all ihren Stärken und Schwächen. (Interessanterweise scheinen viele Männer nicht zu wissen, welche Kondomgrösse sie kaufen müssten –MANNSCHAFT berichtete).

Was bedeutet es eigentlich, ein moderner Mann zu sein? Wie steht es um die viel zitierte Krise der Männlichkeit? Weshalb sterben Männer früher als Frauen und – was ist toxische Männlichkeit? Der Film bespricht diese Fragen unter anderem mit sechs Experten und räumt mit einigen Klischees auf.


Manche Klischees bewahrheiten sich jedoch: Männer sprächen beispielsweise nicht gerne, vor allem nicht über ihre Gefühle, heisst es. Das könne dazu führen, dass sie krank werden, erklärt Patrick Catuz, Kulturwissenschaftler und Produzent von feministischen Pornos. Es sei Fakt, dass Männer seltener zu Ärzt*innen gehen, weil sie ihre Schwächen nicht eingestehen können würden.

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Für den queeren Journalisten Steven Meyer ist klar, Männlichkeit werde oft durch das Ausschlussverfahren definiert. Männlich sei, wer nicht weiblich ist und seine Heterosexualität immer unter Beweis stelle. Homo- und Frauenfeindlichkeit seien zwei Zeichen desselben Problems. (Wer in Finnland «dick pics» versendet, könnte in Zukunft eine Gefängnisstrafe erhalten – MANNSCHAFT berichtete).

Das Konzept der Maskulinität in der heutigen Gesellschaft trage noch immer ein zu enges Korsett und sei an der Zeit die Schnüre zu lösen. Dazu will die Dokumentation beitragen, die nächsten Sonntag um 23.05 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt wird. Entstanden ist sie in einer Kooperation zwischen ARTE und dem ORF.



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