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++ Gedenken an schwule Polizisten ++ Längere Frist für Entschädigungen? ++

Die LGBTIQ News: kurz, knapp, queer

LGBTIQ
Foto: Polizei Berlin

Für den schnellen Überblick: Unsere LGBTIQ-News aus Deutschland ab dem 21. April 2022.

++ Gedenken an schwule Polizisten ++

In Berlin wurde an diesem Freitag eine neue Gedenktafel enthüllt. Sie erinnert an vier erschossene Berliner Polizisten: Sie wurden kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs aufgrund ihrer Homosexualität auf dem heutigen Übungsgelände des Abschnitts 21 hingerichtet.

Otto Jordan, Reinhold Hofer, Willi Jenoch und Erich Bautz wurden am Abend des 24. April 1945 ermordet und an unbekannter Stelle vergraben.

Am 24. April 1945 erschossen Berliner Polizisten vier Kollegen aufgrund ihrer Homosexualität auf dem heutigen Übungsgelände in der Pionierstraße. Zu Ehren der Getöteten wurde heute anlässlich ihres 77. Todestages eine neue Gedenktafel enthüllt.#NieWieder
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— Polizei Berlin (@polizeiberlin) April 22, 2022

++ Gedenkkugel zerbrochen ++

Am 1. Mai wird im Rahmen der 77. Befreiungsfeier zum ersten Mal auch das Gedenken an die lesbischen Frauen und Mädchen in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück offiziell stattfinden. Ein langer Kampf um die Anerkennung dieses Anliegens und der Gedenkkugel gingen voraus (MANNSCHAFT berichtete).


Doch die Kugel ist bei der Herstellung zerbrochen und kann so schnell nicht nochmals produziert werden, wie jetzt bekannt wurde. Ihre Niederlegung wird deshalb erst im Herbst erfolgen. Man wird sich erstmal mit einem Interims-Gedenkzeichen in Form einer Scheibe behelfen.

++ Längere Frist für Entschädigungen? ++

Nur noch bis Juli können Männer entschädigt werden, wenn sie Unrecht durch die Kriminalisierung von Homosexualität erfahren haben. Bislang wurden 146 Anträge auf Entschädigung bewilligt (MANNSCHAFT berichtete). Das Justizministerium geht davon aus, dass noch etwa 5000 Betroffene leben.

Weil aber bisher nur wenige Verfolgte Anträge gestellt haben, will die Ampelkoalition die Frist verlängern. Max Lucks, Menschenrechtspolitiker der Grünen im Bundestag, will sich laut Welt  für eine Verlängerung der Entschädigungsmöglichkeit einsetzen. Auch Jürgen Lenders, LGBTI-Sprecher der FDP, ist dafür.


++ Queere Bank zerstört ++

Als Teil eines Toleranzprojekts entwarfen Schüler*innen des St. Pius Gymnasiums in Coesfeld eine Sitzbank und bauten sie vor dem Haupteingang auf. Auf der Bank abgebildet waren u.a. die Regenbogenfahne und vielfältige Familienkonstellationen.

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Foto: Polizei Coesfeld

Nun haben unbekannte Vandalen sie zerstört. Das meldete die Polizei am Dienstag. Der Tatzeitraum liegt zwischen dem 11. April mittags und 9.30 Uhr am Ostermontag. Die Polizei in Coesfeld bittet unter 02541/140 um Hinweise.


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