in ,

Forderung aus Tansanias Regierungspartei: Homosexuelle kastrieren!

Gleichgeschlechtliche Handlungen sind in dem ostafrikanischen Land verboten

Die Vorsitzende des Frauenflügels der tansanischen Regierungspartei Chama Cha Mapinduzi, Mary Chatanda, hat die Kastration homosexueller Menschen gefordert.

Während Feierlichkeiten zum zweijährigen Regierungsjubiläum von Tansanias Präsidentin Samia Suluhu Hassan am Sonntag sagte die Politikerin: «Wir fordern die Regierung auf, Straftaten im Zusammenhang mit gleichgeschlechtlichen Aktivitäten hart zu bestrafen. Diese Menschen sollten kastriert werden, wenn sie für schuldig befunden werden.» Präsidentin Hassan kommentierte die Aussagen zunächst nicht.

Rais wa Jamhuri ya Muungano wa Tanzania Mhe. Samia Suluhu Hassan akipokea Tuzo kutoka kwa Mwenyekiti wa Jumuiya ya Umoja wa Wanawake Tanzania (UWT) Mary Chatanda kabla ya kuhutubia Kilele cha Miaka mawili ya Uongozi wa Serikali ya Awamu ya Sita pic.twitter.com/PwuTpy24CJ

— ikulu_Tanzania (@ikulumawasliano) March 19, 2023

Homosexuelle Handlungen sind in dem ostafrikanischen Land verboten. Verurteilte müssen mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen.

Paul Makonda, der einstige Gouverneur von Dar es Salam, hatte 2018 zur Hetzjagd auf Schwule aufgerufen. Man könne sich nicht einfach zurücklehnen und Menschen erlauben, sich «falsch zu verhalten», so Makonda.


2018 reagierte Dänemark auf die anhaltende Diskriminierung und Verfolgung von LGBTIQ in Tansania: Die dänische Entwicklungsministerin fror die Gelder für das ostafrikanische Land ein (MANNSCHAFT berichtete).

Auch in anderen Ländern der Region verschärfte sich das Klima für Schwule und Lesben: Das ugandische Parlament diskutiert zurzeit über die Wiedereinführung eines Anti-Schwulengesetzes. Kenias Präsident William Ruto kritisierte Anfang März eine Entscheidung des obersten kenianischen Gerichts, das die Rechte von LGBTIQ-Gruppen gestärkt hatte (MANNSCHAFT berichtete). Homosexualität habe keinen Platz in Kenia, so der Präsident.

Petition gegen Ghanas Anti-LGBTIQ-Gesetz gestartet: Dort sollen homosexuelle Kontakte mit bis zu 10 Jahren Gefängnis bestraft werden (MANNSCHAFT berichtete).



Christoph Ploß

Hamburger Gender-Gegner Christoph Ploß will CDU-Vorsitz niederlegen

Banja Luka

LGBTIQ-Aktivisten in bosnischer Serben-Republik verprügelt