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Denis Hedeler ist für Brandenburg nicht «zu schwul, zu schwarz»

Von der AfD wurde er zuvor in Berlin verhindert

Denis Hedeler
Symbolbild: Unsplash/Piron Guillaume

Denis Hedeler wurde im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick nach Rassismus- und Mobbing-Vorwürfen gegen seinen AfD-Chef entlassen. Nun ist er doch noch Amtsarzt geworden – in Brandenburg.

Denis Hedeler ist Epidemie-Experte und war Vize-Amtsarzt im Bezirk Treptow-Köpenick. Dann bewarb er sich dort auf die Stelle des leitenden Amtsarztes. Das wurde ihm verwehrt – zu Unrecht, wie der gebürtige Kubaner sagt. Denn der zuständige AfD-Gesundheitsstadtrat Bernd Geschanowski habe sich an seiner Hautfarbe und seinem Schwulsein gestört (MANNSCHAFT berichtete). Hedeler startete daraufhin eine Petition, die mittlerweile über 39.000 Unterschriften bekommen hat.

Der Epidemie-Experte lebt und arbeitet seit Ende der 90er Jahre in Deutschland, hier machte er seinen Master im Fach Gesundheitswissenschaften. Er engagierte sich bei Ärzte ohne Grenzen und war u. a. bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie in Sierra Leone im Einsatz.

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Nun ist er Amtsarzt in leitender Stellung und zwar im Gesundheitsamt des Landkreises Dahme-Spreewald in Brandenburg, wie Landrat Stephan Loge (SPD) am Dienstag gegenüber dem Tagesspiegel bestätigte.

Er sei sehr froh über diesen Gewinn für die Gesundheitsbehörde. „Er hat eine sehr, sehr gute Vorstellung abgegeben“, so Loge. Einen Tag vor Weihnachten sei der Vertrag unterzeichnet worden, am zweiten Weihnachtsfeiertag habe Hedeler bereits seinen Dienst angetreten. Im Kreis Dahme-Spreewald hat Hedeler nun Chancen auf jenen Chefposten, der ihm unter AfD-Stadtrat Geschanowski in Berlin verwehrt worden war. „Er ist in der engsten Auswahl für die vakante Leitung des Gesundheitsamtes“, bestätigte Loge.

Der SPD-Mann war auf die Berichte zur Rassismus-Affäre auf Hedeler aufmerksam geworden – und hatte angefragt, ob er sich einen Wechsel vorstellen könnte. Nun ist man froh, dass sich mit dem Neuen die Lage im dortigen Gesundheitsamt etwas stabilisiert. Und die ist besonders angespannt, da das Bundesland von Corona, Schweinepest und Vogelgrippe betroffen ist.

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In Treptow-Köpenick bleibt die Leitung des Gesundheitsamtes auch weiterhin unbesetzt.

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