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Angriff mit Pflasterstein auf schwules Paar

Nachts in Berlin-Neukölln

trans Berlin
Symbolfoto: MANNSCHAFT

In der Nacht auf Sonntag wurde in Berlin-Neukölln ein Paar durch unbekannt gebliebene junge Männer homophob beleidigt und angegriffen.

Nach den bisherigen Ermittlungen und Angaben des 48-Jährigen und seines 43 Jahre alten Freundes waren beide Hand in Hand gegen 23.30 Uhr auf der Ilsestrasse unterwegs. Als beide die Strasse Ilsenhof passierten, sollen sie aus einer Gruppe von vier bis fünf jungen Männern heraus mit einem Pflasterstein beworfen worden sein, der glücklicherweise keinen der beiden traf und auf dem Gehweg zwischen ihnen aufschlug.

Als das Paar weiterlief, sollen Mitglieder der Gruppe Beleidigungen gerufen und ihm nachgespuckt haben. Schliesslich soll der Ältere durch die jungen Männer mit Faustschlägen und einem Stock attackiert worden sein. Anschliessend floh die Gruppe in unbekannt Richtung. Der 48-Jährige erlitt Verletzungen am Kopf, an einem Arm und am Rücken. Eine ärztliche Behandlung lehnte er ab. Sein Begleiter blieb unverletzt.

Ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


Kürzlich kam es auf der Frankfurter «Dippemess» zu einem queerfeindlichen Vorfall: Videos sollen dies belegen (MANNSCHAFT berichtete).

Zuvor hatte es mehrere LGBTIQ-feindliche Vorfälle in der Mainmetropole gegeben, besonders im queeren Ausgehviertel nahe der Konstablerwache (MANNSCHAFT berichtete).

Vergangene Woche kam das Arbeitsgremium «Bekämpfung homophober und transfeindlicher Gewalt» erstmals zusammen, das vom Bundesinnenministerium einberufen wurde. Dass die Arbeit nun losgeht, sei eine gute Nachricht für alle Betroffenen von LGBTIQ-feindlicher Gewalt, erklärte das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo aus Berlin, das dem Gremium angehört (MANNSCHAFT berichtete).



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