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Angelo Barrile nimmt die politische Arbeit wieder auf

Der SP-Nationalrat erklärt, er sei noch weit davon entfernt, gesund zu sein

Angelo Barrile
Foto: Facebook

Angelo Barrile nimmt die politische Arbeit schrittweise wieder auf. Der offen schwule Hausarzt, der seit 2015 dem Nationalrat angehört, hatte seine Ämter pausiert, nachdem ein aggressiver Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden war.

«Ich habe darauf sowohl meine Arbeit als Hausarzt sowie alle meine politischen Ämter pausiert, um mich voll und ganz auf die Behandlung meiner Krebserkrankung zu konzentrieren», teilte Angelo Barrile an diesem Freitag in einer Mediemitteilung und auf seiner Homepage mit. «Zwischen Dezember und April habe ich mich einer intensiven, belastenden und kräftezehrenden Chemotherapie unterzogen. Erst in den nächsten Wochen und Monaten werde ich erfahren, ob wir mit der bisherigen Therapie erfolgreich waren.»

Barrile, der in Eingetragener Partnerschaft lebt und und sich u.a. für ein Verbot von «Konversionstherapien» einsetzt (MANNSCHAFT berichtete), erklärt weiter: «Ich bin noch weit davon entfernt, gesund zu sein. Aber nach der langen Phase, in der ich körperlich schwach war, kommen die Kräfte wieder zurück, weshalb ich mich entschieden habe, meine politische Arbeit schrittweise wieder aufzunehmen. Immer natürlich in der Hoffnung, dass das auch tatsächlich geht. Falls es nicht möglich sein sollte, werde ich mich sofort wieder zurückziehen und auf meine Genesung konzentrieren. Nach wie vor wird vor allem mein Körper entscheiden, wieviel Belastung und Arbeit gerade drin liegen.»


Danken möchte ich insbesondere meinem Mann, meiner Familie und den engsten Freund*innen

Er bedanke sich bei den vielen Ratskolleg*innen, Freund*innen und Bekannten ganz herzlich für ihren Support danken. «Auch wenn ich es nicht geschafft habe, die unzähligen Nachrichten, Briefe, Pakete, Geschenke persönlich zu verdanken, war es berührend und gerade in den schwierigsten Momenten so motivierend zu erfahren, dass so viele Menschen an mich denken und ich mich trotz physischer Distanz nicht alleine fühlen musste. Danken möchte ich insbesondere meinem Mann, meiner Familie und den engsten Freund*innen, die mich in den letzten Monaten nach Kräften unterstützt haben, damit ich heute da bin, wo ich bin. Ohne ihre Liebe und Pflege hätte ich es nicht geschafft!»

Er werde sich in nächster Zeit voll und ganz auf sein intensives Therapieprogramm und seine politische Arbeit konzentrieren. Daneben werde er viel Ruhe brauchen, so Barrile abschliessend.

 


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