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«All Of Us Strangers» im Heimkino – Wir verlosen 3 DVDs

Hol dir Andrew Scott und Paul Mescal nach Hause!

All Of Us Strangers
Szene mit Andrew Scott (l.) und Paul Mescal in «All Of Us Strangers» (Foto: Searchlight Pictures)

Ein einsamer Autor beginnt eine Affäre mit seinem Nachbarn. Als er das Haus seiner Kindheit besucht, findet er dort seine Eltern, die genauso alt sind wie er. Das schwule Drama «All Of Us Strangers» beruht auf einem Horror-Roman.

Regisseur Andrew Haigh erzählt in diesem starbesetzten Film «All Of Us Strangers» eine wundersame schwule Liebesgeschichte über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.


Derzeit ist Andrew Scott schon bei Netflix in einer anderen Rolle zu sehen: «Ich sehe Ripley gar nicht als Bösewicht», sagt er im Interview mit MANNSCHAFT+


Der Drehbuchautor Adam ist alleinstehend, hat keine Freunde und keine Familie. Er lebt allein in seiner Wohnung im 27. Stockwerk eines Hochhauses, in dem ausser Adam nur eine einzige andere Person zu wohnen scheint. Oder ist das nur Adams Wahrnehmung?


«Vielleicht leben dort Leute in dem Hochhaus, aber für Adam fühlt es sich so an, als gäbe es dort nur eine andere Person», sagte Haigh im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. Der britische Filmemacher hat in «All Of Us Strangers» seine eigenen Erfahrungen und Herausforderungen als homosexueller Mann verarbeitet. «So fühlt es sich an, wenn es einem so vorkommt, als sei man allein auf der Welt. Man hat das Gefühl, dass es niemanden gibt, der für einen da sein kann.»

Adam (Andrew Scott) fühlt sich nicht nur wegen des Verlusts seiner Eltern einsam, sondern auch aufgrund der Gesellschaft, die ihn in den von Aids und Stigma geprägten 1980er Jahren (MANNSCHAFT berichtete) zum Aussenseiter machte. Während er auf Vinyl melancholische Pophits aus der Zeit hört – «The Power of Love» von Frankie Goes To Hollywood, «Build» von den Housemartins oder «Is This Love?» von Alison Moyet – und alte Fotos anschaut, schreibt er unermüdlich an einem Skript, in dem er den Tod seiner Eltern verarbeitet. Sie starben bei einem Autounfall am Weihnachtsabend, als Adam zwölf Jahre alt war.

Zu den stärksten Szenen gehört der Moment, in dem Adam seiner Mutter erzählt, dass er schwul ist, und nicht die erhoffte Reaktion bekommt. Seine Mutter reagiert überrascht. «Wirklich? Du siehst gar nicht schwul aus», sagt sie. Und dann sei da die Sache mit «dieser schrecklichen Krankheit» – Aids. Deprimierend verläuft auch Adams Gespräch mit seinem Vater. Der ahnte schon immer, dass sein Sohn schwul ist, schliesslich habe er beim Fussball kein Talent gehabt. Als Adam ihm erzählt, dass er in der Schule gemobbt wurde, offenbart ihm sein Vater, dass er ihn als Kind vermutlich auch gemobbt hätte.


Haighs packendes Fantasy-Drama ist gleichzeitig herzzerreissend und wunderschön, zu Tränen rührend und niederschmetternd. «All Of Us Strangers» lässt dabei viel Spielraum für Interpretationen. Das gilt besonders für das Ende dieses faszinierenden Films.

«All Of Us Strangers» erscheint am 28. Juni auf DVD und als Blu-ray. Du kannst mit MANNSCHAFT eine von 3 DVDs gewinnen.

Die Verlosung ist beendet. 

In der Mini-Serie «Mary & George» spielt Nicholas Galitzine einen jungen mittellosen Mann, der König James I. von England verführt (MANNSCHAFT berichtete).


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