Wieder queerfeindlicher Vorfall in Cottbus: Community verunsichert
Angriffe auf die LGBTIQ-Infrastruktur haben in Berlin und Brandenburg zugenommen
Erneut meldet das Regenbogenkombinat in Cottbus in den sozialen Medien einen queerfeindlichen Vorfall: Ende vergangenen Woche wurde ein Regenbogenbanner beschmiert.
Der erneute Vorfall reihe sich in eine Serie von Straftaten (Sachbeschädigungen, Brandstiftungen, verfassungsfeindliche und queerfeindliche Schmierereien) ein, denen das Regenbogenkombinat seit über zwei Jahren regelmässig ausgesetzt ist, wie das Mitarbeiternetzwerk für LGBTIQ in Polizei, Justiz und Zoll, VelsPol Berlin-Brandenburg, in einer Pressemitteilung erklärt.
«Queerfeindliche Straftaten sind immer vorurteilsbehaftet und sind Botschaftsstraftaten: Queere Sichtbarkeit soll verhindert und queere Menschen verängstigt und eingeschüchtert werden», so Marco Klingberg, Landesvorsitzender von VelsPol Berlin-Brandenburg. Auch die intensiven Bedrohungslagen gegen CSD-Veranstaltungen sorgten für Verunsicherungen in der queeren Community nicht nur in Brandenburg.
Erst am vergangenen Mittwoch befasste sich in seiner 10. Sitzung das Begleitgremium zur Umsetzung des Landesaktionsplanes «Queeres Brandenburg» mit der Thematik Hasskriminalität gegen LGBTIQ in Brandenburg und wie diese verhindert werden kann.
Erneut ruft VelsPol Berlin-Brandenburg die Landesregierung auf queere Sichtbarkeit im ländlichen zu stärken und queere Beratungsangebote und Strukturen zu unterstützen und zu fördern.
Der Massnahmenkatalog des „Aktionsplans für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie» im Land Brandenburg muss weiterhin gesamtgesellschaftlich umgesetzt werden. Aus der aktuellen Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion «Straftaten gegen die «Sexuelle Orientierung» und «Geschlechtsbezogene Diversität» in Brandenburg» zeigt auf für 2025 einen deutlichen Anstieg der queerfeindlichen Straftaten.
Dem müsse entschieden entgegengewirkt werden. Die erfassten Straftaten deckten nur das sogenannte Hellfeld ab. Das Dunkelfeld sei weit höher. Bekannt ist, dass nur jede zehnte Straftat angezeigt wird. Das Anzeigeverhalten und das Vertrauen in die Arbeit müsse erhöht und gestärkt werden, so Klingberg.
Eine gute Arbeit leisteten die polizeilichen Ansprechpersonen für LGBTIQ in der Polizei Berlin und Brandenburg, die immer für entsprechende Themen und ansprechbar sind, so der Verein.
Hella von Sinnen ist zurück: Am Samstagabend war sie zu Gast bei Stefan Raab und Barbara Schöneberger. Vor zwei Jahren hatte sich die lesbische Komikerin beide Beine gebrochen (MANNSCHAFT berichtete).