UEFA taucht Logo in Regenbogenfarben und verteidigt Entscheidung
Mehrheit der Deutschen findet es falsch, dass die UEFA die bunte Beleuchtung der Arena nicht genehmigt hat
Die Europäische Fussball-Union UEFA hat ihre Entscheidung gegen die Regenbogenbeleuchtung an der Münchner EM-Arena verteidigt.
«Einige» hätten diese «als politisch» interpretiert, teilte der Dachverband am Mittwoch mit. «Im Gegenteil, die Anfrage selbst war politisch und verbunden mit der Anwesenheit der ungarischen Nationalmannschaft im Stadion für das Spiel am Abend gegen Deutschland.» Der Regenbogen sei für die UEFA «kein politisches Symbol, sondern ein Zeichen unseres Engagements für eine vielfältigere und integrativere Gesellschaft».
Die UEFA hatte am Dienstag den Antrag der Stadt München abgelehnt, die Arena des FC Bayern für das finale Vorrundenspiel an diesem Mittwoch in Regenbogenfarben leuchten zu lassen und war daraufhin massiv kritisiert worden (MANNSCHAFT berichtete). Hintergrund des Antrags ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt worden war.
Jede*r Vierte findet UEFA-Verbot richtig Eine Mehrheit der Deutschen findet es falsch, dass die UEFA die bunte Beleuchtung nicht genehmigt hat. 55 Prozent der Befragten lehnten in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov die Entscheidung der Europäischen Fussball-Union ab. 24 Prozent fanden sie dagegen richtig, 21 Prozent machten keine Angabe, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen hervorging. Am höchsten war die Ablehnung der UEFA-Entscheidung mit 81 Prozent unter den Anhänger*innen der Grünen.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollte die Arena im letzten Gruppenspiel der DFB-Auswahl an diesem Mittwochabend in den Regenbogenfarben erleuchten lassen (MANNSCHAFT berichtete). Hintergrund ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf LGBTIQ in Ungarn einschränkt und vor kurzem vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Orbán.
«Eine Schande» nannte es EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen am Mittwoch: Sie will gegen das Ungarns LGBTIQ-Zensurgesetz vorgehen (MANNSCHAFT berichtete).
Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.
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