Niederlande

Rob Jetten will regieren: «Wir glauben, dass wir das können»

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Rob Jetten (re) und sein Verlobter Nicolás Keenan (Bild: dpa)

Die Niederlande bekommen einen neuen Ministerpräsidenten: Es läuft auf Rob Jetten hinaus: Der ist offen schwul und linksliberal.

Mehr als zwei Monate nach der Parlamentswahl in den Niederlanden (MANNSCHAFT berichtete) hat sich die linksliberale Partei D66 mit Christdemokraten und Rechtsliberalen auf die Bildung einer Minderheitskoalition geeinigt. Das teilten die drei Parteien auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Seit Dezember verhandelt die D66, die die Wahl gewonnen hatte, mit den beiden anderen über die Bildung einer Koalition. Die Gespräche sollen Ende Januar abgeschlossen werden.

In der Zweiten Kammer des Parlaments verfügen die drei Parteien aber nur über 66 der 150 Sitze. Sie wollen nun mit der Opposition über eine Zusammenarbeit reden und hoffen auf wechselnde Mehrheiten. «Es wird harte Arbeit für die neue Regierung», sagte D66-Fraktionschef Rob Jetten, der vermutliche neue Ministerpräsident, auf dem Landgut Zwaluwenberg bei Hilversum, «aber wir glauben, dass wir das können.»

Wird Rob Jetten tatsächlich der nächste Ministerpräsident, dann gibt es auch zum ersten Mal einen First Gentleman. Es ist der 28 Jahre alte Nicolás Keenan, geboren in Buenos Aires und professioneller Hockey-Spieler. Jettens Verlobter kommt - genau wie Königin Máxima - aus Argentinien.

«Für mich geht das Leben einfach weiter. Ich trainiere weiter, und auch auf dem Spielfeld wird sich nichts ändern.»

Nicolás Keenan, Hockey-Spieler

Die Partner*innen der Regierungschefs spielen in den Niederlanden allerdings keine grosse öffentliche Rolle. Keenan glaubt auch nicht, dass sich sein Leben als «First Gentleman» sehr ändern würde. «Für mich geht das Leben einfach weiter. Ich trainiere weiter, und auch auf dem Spielfeld wird sich nichts ändern.» Die Hochzeit soll in diesem Jahr stattfinden.

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