«A Knight of the Seven Kingdoms»: Wie schwul ist das denn?
Die neue Westeros-Serie lässt auf eine Männerliebe hoffen
Auf eine neue Staffel von «House of the Dragon» muss man noch warten – zum Glück müssen «Game of Thrones»-Fans aber nicht ganz so lange auf Nachschub aus Westeros verzichten. Die zweite Spin-off-Serie «A Knight of the Seven Kingdoms» ist am Start.
Die HBO-Serie basiert auf George R.R. Martins Novellenreihe «Tales of Dunk and Egg», die etwa ein Jahrhundert vor den Ereignissen der Originalserie spielt. Gezeigt wird die Geschichte des Ritters Ser Duncan the Tall (gespielt von Peter Claffey), auch bekannt als «Dunk», und seines kahlen Knappen Egg (Dexter Sol Ansell), der in einer Zeit unsicherer Friedenstruppen seine Fähigkeiten unter Beweis stellen muss. Das Haus Targaryen versucht, nach einem zweiten Bürgerkrieg Stabilität herzustellen.
Doch «Egg» hütet ein Geheimnis: Es gibt einen Grund, warum er sich den Kopf rasiert hat, der später enthüllt wird.
Trotz der Niederschlagung der Rebellion gibt es weiterhin Anhänger*innen eines illegitimen Targaryen-Erben namens Daemon Blackfyre, die den regierenden König Daeron II. stürzen wollen.
Die erste Staffel soll sechs Episoden umfassen und wurde in Belfast, Nordirland, gedreht.
Es gibt mindestens einen kanonisch LGBTIQ-Charakter in den «Tales of Dunk and Egg»: Daemon II Blackfyre, Sohn von Daemon Blackfyre, wurde von George R.R. Martin als schwul bestätigt. In den Büchern tritt er unter dem Pseudonym «Ser John the Fiddler» auf: Ein junger, schlanker Mann mit gepflegtem, glatt rasiertem Gesicht und feinen Gesichtszügen, wie das Portal Pink News schreibt.
Seine schwarzen, schulterlangen Haare entpuppen sich später als Färbung, um seine wahre Targaryen-Haarfarbe, silberweiss, zu verbergen. Während der Begegnungen mit Dunk zeigt sich seine Anziehung zu ihm, was Martin ebenfalls bestätigt hat. Es ist noch nicht bekannt, wer in der Rolle zu sehen sein wird.
Es ist gut möglich, dass die TV-Produzenten weitere LGBTIQ-Figuren einführen, auch wenn diese in den Originalnovellen nicht vorkommen. Ein Beispiel: In «House of the Dragon – Fire and Blood» wurde Rhaenyra ursprünglich nicht als queer konzipiert, in der Serie hingegen erlebt sie romantische Momente mit Frauen.
Die Hauptrolle hat der irische Ex-Rugbyspieler Peter Claffey übernommen, dessen imposante Statur sofort ins Auge fällt. Nach seiner Sportkarriere besuchte Claffey die Schauspielschule «Bow Street Academy» in Dublin. 2022 debütierte er sowohl auf der Bühne («A Whistle in the Dark», Abbey Theatre) als auch im Fernsehen mit Episodenrollen. In «Wreck» spielte er über zwei Staffeln eine Nebenrolle. Für «A Knight of the Seven Kingdoms» ist er nun als Heckenritter Ser Duncan besetzt. Über ihn und die mögliche kommende schwule Liebesgeschichte berichteten fast sämtliche englischsprachigen LGBTIQ-Medienportale.
Die Serie ist bei uns über den neuen Streaming-Kanal HBO Max verfügbar, wo demnächst auch «Heated Rivalry» starten wird. Bislang sind zwei Folgen abrufbar.
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