Gemütlich ins neue Jahr: Diese Serien erwarten dich im Januar!
Unsere Tipps für Januar – von «Ku’damm 77» über queeres Dating bis zu Ryan Murphys neuem Serienexperiment
Neues Jahr, neues Glück – aber bitte ohne Stress. Statt guter Vorsätze im Eiltempo darf es im Januar gern noch ein wenig gemütlich zugehen. Der Serienstart liefert passende queere Highlights für ein entspanntes Ankommen im neuen Jahr.
Frohes neues Jahr, liebe Junkies! Ich hoffe, ihr habt die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr für den einen oder anderen Serienmarathon genutzt, ordentlich gebinged und die letzten Weihnachtsplätzchen gefuttert. Wie wäre es, wenn wir auch das neue Jahr im Ruhemodus starten und erstmal ankommen? Also nicht gleich ins Gym lossprinten, sondern ruhig noch etwas Zeit auf der Couch verbringen. Immerhin starten schon zu Jahresbeginn ein paar Serien, die genau dazu einladen.
#Ku’damm 77 Nachdem die neuen Folgen schon in der Mediathek abrufbar waren, geht es ab dem 12. Januar auch im Free TV bei ZDF mit der beliebten «Ku’damm»-Reihe weiter. Der Zusatz «Ku’damm 77» macht deutlich, dass wir den Serienfiguren nach einem Zeitsprung von 14 Jahren wiederbegegnen. Unter ihnen ist auch der schwule Rechtsanwalt Wolfgang von Boost (August Wittgenstein), der die Ehe mit seiner Frau beendet und sich entschliesst ein neues Leben mit seinem Liebhaber Hans zu beginnen. Zuvor hatte er sich einer gescheiterten Konversionstherapie unterzogen, um seine Gefühle daraufhin nicht weiter zu unterdrücken und schliesslich in die DDR überzusiedeln. Ob sein neuer Lebensentwurf aufgeht, wird sich in den drei neuen Folgen in Spielfilmlänge zeigen.
#The Boyfriend Nach dem grossen Erfolg der ersten Staffel des Realityformats aus Japan (MANNSCHAFT berichtete), war es nur eine Frage der Zeit, bis die queere Dating-Show «The Boyfriend» eine Fortsetzung erfährt. Neue Folgen rund um eine Gruppe von Männern zwischen Liebe und Freundschaft sind bei Netflix ab dem 13. Januar abrufbar. Besonders vor dem Hintergrund, dass ein offener Umgang mit Homosexualität in Japan nicht selbstverständlich ist, kann die Show durchaus als bahnbrechend bezeichnet werden. Die Kandidaten wurden auf ihrer mutigen Suche nach Liebe mit viel Respekt und auf überaus authentische Weise begleitet. Eine Herangehensweise, die man aus schrillen, westlichen Dating-Shows gar nicht mehr kennt. Nun wagt eine neue Gruppe junger Männer den Schritt vor die TV-Kameras.
#Heated Rivalry Über keine andere, schwule TV-Serie wurde in den letzten Wochen so viel berichtet, wie über die Hockey-Romanze «Heated Rivalry» (MANNSCHAFT berichtete). Mit mutigem Storytelling, charismatischen Schauspielern und überaus spicy Sexszenen mauserte sich die kleine kanadische Produktion zu einem echten Phänomen. Basierend auf der gleichnamigen Buchreihe erzählt «Heated Rivalry» von den verfeindeten Hockey-Stars Shane Hollander (Hudson Williams) und Ilya Rozanov (Connor Storrie), die abseits ihrer Sportkarriere eine geheime Liebesbeziehung eingehen. Der Spagat zwischen hypermaskulinem Profisport und ihrer geheimen Liebe verlangt den beiden Männern einiges ab. Tatsächlich ging in den sozialen Medien kaum ein Weg an der Serie vorbei und viele haben bereits Mittel und Wege gefunden, um die Folgen im Original zu schauen. Hierzulande soll das Sport-Drama angeblich zum Start des Streamingdienstes HBO Max am 16. Januar zu sehen sein. Doch auch Amazon Prime steht als mögliche Streamingplattform für das deutschsprachige Release im Raum. Drücken wir also die Daumen, dass wir tatsächlich schon bald in den Genuss dieser Serienperle kommen. Wenig verwunderlich ist indes, dass der Serien-Hit schon für eine zweite Staffel verlängert wurde.
#The Beauty Der neuste Streich des queeren und scheinbar unermüdlichen Serienmachers Ryan Murphy («Monster», «American Horror Story») startet schliesslich am 22. Januar bei Disney+ und wartet mit einer für Murphy typischen, ungewöhnlichen Prämisse auf. «The Beauty» handelt von einer hochansteckenden Geschlechtskrankheit, die ihre Opfer zunächst wunderschön werden lässt, bevor das Virus sie brutal dahinrafft. Besonders schnell breitet sich die Epidemie in der Modewelt aus und die beiden FBI-Agent*innen Cooper Madsen (Evan Peters) und Jordan Bennett (Rebecca Hall) sollen der Sache auf den Grund gehen.
Könnte es sein, dass Tech-Milliardär The Corporation (Ashton Kutcher) mit seiner Wunderdroge namens The Beauty für all die Todesfälle verantwortlich ist? Das Thema Schönheit mit gefährlichen Nebenwirkungen hat bereits der Kinofilm «The Substance» mit Demi Moore gekonnt durchgespielt. Mal sehen, was Ryan Murphy daraus macht. In jedem Falle versammelt er wieder eine ganze Reihe interessanter Darsteller*innen von Model Bella Hadid, über den offen schwulen Jeremy Pope bis hin zu trans Aktrice Lux Pascal vor der Kamera.
#School Spirits Am Ende des Monats ist auch die dritte Staffel der Mystery-Serie «School Spirits» bei Paramount+ abrufbar. Noch immer versucht Teenagerin Maddie (Peyton List) nach ihrem plötzlichen Tod einen Platz in der Geisterwelt zu finden. Dumm nur, dass sie mit einer Reihe anderer Geister ausgerechnet in ihrer Schule festsitzt. Unterstützung erfährt sie unter anderem von ihrem schwulen Geisterfreund Charley (Nick Pugliese), der einst nach einem unfreiwilligen Outing auf tragische Weise ums Leben kam. Charley selbst spürt noch immer seiner alten Liebe Emilio nach, kommt jedoch auch Yuri, einem Neuzugang in der Geisterwelt, ein wenig näher. Wohin die Reise für die spukenden Schüler*innen geht, werden die neuen Folgen zeigen, die ab dem 28. Januar zu sehen sind.
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