Kraftklub: «Ein Problem mit Queers? Dann kannst du dich verpissen»

Felix Brummer, Sänger der Band Kraftklub, singt beim Auftaktkonzert der neuen Kraftklub-Tour "Sterben in Karl-Marx-Stadt“.
Felix Kummer singt beim Auftaktkonzert der neuen Kraftklub-Tour «Sterben in Karl-Marx-Stadt». (Bild: Jens Büttner/dpa)

Beim Auftaktkonzert ihres neuen Albums bringt die Indieband Kraftklub die Kongresshalle in Schwerin zum Beben. Und Frontmann Felix Kummer zeigt Haltung.

Tausende Konzertbesucher*innen haben am Dienstag in der Kongresshalle in Schwerin den Tourauftakt der Indieband Kraftklub gefeiert. Die Musiker aus dem sächsischen Chemnitz gehen mit ihrem fünften Studioalbum «Sterben in Karl-Marx-Stadt» auf Tour durch Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz. Vielerorts sind die Konzerte ausverkauft.

Die fünfköpfige Band um Frontsänger Felix Kummer (36) begeisterte das Publikum nicht nur mit neuen Songs wie «Marlboro Mann» und «Schief in jedem Chor», sondern auch mit älteren Hits wie «Schüsse in die Luft» und «Ich will nicht nach Berlin». Es war das erste Konzert von Kraftklub in Schwerin.

Toleranz-Botschaft an die Fans Gegen Ende wandte sich Kummer mit deutlichen Worten an die Fans. Er erinnere sich an das Gefühl bei früheren Konzertbesuchen, «in der eigenen Stadt nicht allein zu sein». Es sei schön zu sehen, dass bei diesem Konzert alle willkommen seien. «Aber wenn du ein Problem hast mit trans Menschen, wenn du ein Problem hast mit queeren Leuten, wenn du ein Problem hast mit Ausländern, dann kannst du dich gerne verpissen.»

Kraftklub zählt zu den bekanntesten deutschen Indiebands und positioniert sich auch immer wieder politisch (MANNSCHAFT berichtete). Im November 2025 sagte er ge. So hielt die Gruppe 2018 mit dem #WirSindMehr-Konzert dagegen, als es in Chemnitz tagelang Ausschreitungen von Rechtsextremen gab.

Mehr: Trump-Regierung macht Kriegsvideos mit Song von Kesha (MANNSCHAFT berichtete)

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