Kristen Stewart: Schauspielerinnen werden «wie Dreck» behandelt

Kristen Stewart
Kristen Stewart (Bild: Christophe Petit-Tesson/dpa)

Mit «The Chronology of Water» feierte Kristen Stewart im Mai 2025 ihr Debüt als Regisseurin. Der Film läuft schon in der Schweiz, in Deutschland und Österreich kommt er im März ins Kino.

«The Chronology of Water» ist für Stewart das Regie-Debüt. Über die Arbeit als Schauspielerin sagte Kristen Stewart, die im Vorjahr ihre Partnerin Dylan Meyer geheiratet hat (MANNSCHAFT berichtete), gegenüber der The Sunday Times, Schauspielerinnen würden «wie Dreck» behandelt. In der Branche habe man erst begonnen, mit ihr zu reden, «als hätte ich ein Gehirn», nachdem sie als Regisseurin aufgetreten sei.

«Die Leute denken, jeder könne Schauspieler werden. Doch als ich mich zum ersten Mal hinsetzte, um als Regisseurin über meinen Film zu sprechen, dachte ich: Wow, eine ganz andere Erfahrung. Sie sprechen mit mir, als hätte ich etwas im Kopf.» Es herrsche die Vorstellung, dass Regisseure «überirdische Fähigkeiten» besässen. Dieser Irrglaube werde von den Männern in der Branche aufrechterhalten.

Im Dezember hatte Stewart angekündigt, ihren nächsten Film ohne Gage drehen zu wollen. «Der nächste Film, den ich machen möchte: Ich möchte ihn umsonst machen, ich möchte keinen Dollar verdienen, ich möchte, dass er ein Riesenerfolg wird», sagte die queere Schauspielerin und Regisseurin im Interview mit den New York Times. Die Film-Industrie mache es zu schwierig, Filme zu drehen, die keine Blockbuster oder bewährte Formeln seien. «Das System hat Menschen ausgeschlossen», so Stewart.

Was genau für sie ein Riesenerfolg wäre, erklärte die Oscar-nominierte Schauspielerin («Spencer», «Love Lies Bleeding») so: «Wenn du etwas umsonst machst und eine kleine Zahl an Menschen erreichst, das ist genug für mich. Wenn es im Kino gezeigt wird, wenn ein paar Interviews dazu geführt werden, wenn wir ein paar Vorführungen haben und wenn ein paar Leute ihn gesehen haben. Wenn jemand sagt ,Oh wow, das hat mich verändert'. Das wäre ein Erfolg.»

Kristen Stewart: Dann würden die Leute wieder ins Kino gehen Aber gleichzeitig könne sie sich auch vorstellen, ein grosses Publikum zu erreichen. «Wenn die Leute den Mut hätten, einer Person die Führung zu überlassen, und diese Person tatsächlich finanziert, unterstützt und an sie geglaubt würde - dann würden die Leute wieder ins Kino gehen. Und zwar nicht nur, um sich den zehnten Marvel-Film anzusehen.» Als Beispiel für einen solchen Film nannte Stewart den Kassenschlager «Barbie» von Greta Gerwig.

Mit dem neuen Konzept «Hidden History» beleuchtet das Berlin Dungeon verborgene Kapitel der Berliner Geschichte. Den Auftakt machte die Schau mit LGBTIQ Pionier Magnus Hirschfeld (MANNSCHAFT berichtete).

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