Empörung über entfernte Pride-Flagge von Stonewall Monument

An diesem Donnerstag soll sie zurückkehren!

1969 lehnte sich die LGBTIQ-Community im Stonewall Inn in New York gegen Polizeigewalt auf.
(Bild: Sean Marshall, CC BY-NC 2.0)

Die Trump-Regierung zwang das Stonewall National Monument – die Geburtsstätte der LGBTIQ-Emanzipationsbewegung –, seine Regenbogenflagge zu entfernen. Doch das will New York nicht kampflos hinnehmen.

Vor einem Jahr schon der erste Angriff: Auf der offiziellen Website des Stonewall-Denkmals in New York wurde aus «LGBTQ+» nur noch «LGB». Im Begleittext wurde daraufhin nur noch von Schwulen, Lesben und Bisexuellen gesprochen – die Erwähnung von trans und queeren Personen wurde gelöscht (MANNSCHAFT berichtete).

Nun der nächste Schlag: Die Pride-Flagge wurde gemäss einer neuen Regelung des Innenministeriums vom letzten Monat entfernt. Laut der New York Times gab das Ministerium Richtlinien für das Hissen von Flaggen, die nicht von Behörden betrieben werden, in Nationalparks heraus. Diese Richtlinien besagen, dass nur die US-Flagge und vom Kongress genehmigte Flaggen an den Fahnenmasten in Nationalparks gehisst werden dürfen, «mit wenigen Ausnahmen».

2016 hatte Präsident Barack Obama das Stonewall Inn, die Bar, in der Queer in den 1960er-Jahren gegen Polizeigewalt protestierten, zum Nationaldenkmal erklärt und sicherte so dessen Schutz. 2024, kurz vor Trumps Wahlsieg, eröffnete das Stonewall ein neues Besucherzentrum, in dem Besucher*innen mehr über die Geschichte des Ortes erfahren konnten.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani erklärte: «Ich bin empört über die Entfernung der Regenbogenflagge vom Stonewall National Monument. New York ist die Geburtsstätte der modernen LGBTIQ-Rechtebewegung, und kein Akt der Auslöschung wird diese Geschichte jemals verändern oder zum Schweigen bringen.»

Mamdani weiter: «Unsere Stadt hat die Pflicht, dieses Erbe nicht nur zu ehren, sondern ihm auch gerecht zu werden. Ich werde mich immer für ein New York einsetzen, das in unsere LGBTIQ-Community investiert, ihre Würde verteidigt und jeden einzelnen unserer Mitbürger schützt – ohne Ausnahme.»

Noch in dieser Woche aber, am Donnerstag, soll die Flagge zurückkehren. Am Dienstag erklärte Brad Hoylman-Sigal, Bezirkspräsident von Manhattan, gegenüber Politico, dass er und andere Politiker*innen aus der Region New York die Flagge selbst hissen würden. «Ich halte es für wichtig, dass wir uns zu Wort melden und für unsere Gemeinschaft einstehen», sagte Hoylman-Sigal.

Der einstige Queer-Beauftrage Deutschlands, Sven Lehmann, spricht bei Threads von einem «Anschlag auf unsere hart erkämpfte Freiheit».

«Nanny»-Glanz für Wien: Auch Fran Drescher kommt am Wochenende zum Opernball (MANNSCHAFT berichtete)

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare