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Nach Verbot durch Bürgermeister – Lublin Pride darf stattfinden

Die Veranstaltung kann man Samstag wie geplant über die Bühne gehen

Eine gute Nachricht zum Wochenende: Die erste Lublin Pride Parade kann wie geplant stattfinden: Es ist der erste „Marsz Równości“, der Marsch für Gleichberechtigung in der ostpolnischen Stadt 160 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Warschau.

Nach lokalen Medienberichten hatte der Regionalgouverneur Przemysław Czarnek, von der homophoben Regierungspartei PiS beim Bürgermeister der Stadt Krzysztof Żuk erwirkt, dass der  Lublin Pride abgesagt wird. Der Gouverneur wurde zitiert mit den Worten, die Parade stehe für ein widernatürliches Sexualverhalten sowie für Pädophilie. Bürgermeister Zuk untersagte die Parade daraufhin. Offiziell weil eine rechtsnationale Gegenveranstaltung angemeldet worden war und er Unruhen befürchtete – auch die Gegendemo untersagte er.

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Doch ein Berufungsgericht entschied am Freitag: Der Lublin Pride inklusive Parade findet statt! Es sei unakzetabel eine Kundgebung mit dem Grund zu verbieten, dass man die Reaktion der Gegner füchtet.

Dieser Aktivist aus Lublin bügelt nun fleißig die Regenbogenfahne.

Kriss Rudolph

Geschrieben von

Kriss Rudolph lebt mit seinem Hund Mompa in Berlin. Bei MANNSCHAFT ist er als Online-CvD und als Chefredakteur der deutschen Print-Ausgabe tätig.

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