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Tochter von LGBTIQ-Gegner Ted Cruz outet sich als bi

Das Profil von Caroline ist seither auf privat gestellt

Ted Cruz
Ted Cruz, republikanischer Senator (Foto: Greg Nash/Pool The Hill/AP/dpa)

Caroline, die Tochter von US-Senator Ted Cruz, hat sich Berichten zufolge in den sozialen Medien als bisexuell geoutet und sich zugleich von den rechten politischen Ansichten ihres Vaters distanziert.

Caroline Cruz weiss, wie man sich Feind*innen in der eigenen Familie macht. In einem auf TikTok geposteten Video warf sie ihren Eltern vor, ein Foto für die Familienweihnachtskarte digital verändert zu haben, um ihre Kleidung konservativer aussehen zu lassen.

«Viele Leute beurteilen mich auf den ersten Blick nach ihm», erklärte die 13-Jährige bereits gegen Jahresende. «Aber ich stimme den meisten seiner Ansichten wirklich nicht zu.» Auch über die Leibesfülle ihres Vaters machte sie sich öffentlich lustig. Ihr Profil ist inzwischen auf privat gestellt.

Nebenbei outete sich die Cruz-Tochter auch als bisexuell. Ein User fragte sie einem Bericht von lgbtqnation.com zufolge, ob ihre Bisexualität ihrem Vater bekannt sei und ob sie sich wohl damit fühle, über das Thema zu sprechen.


«Ich habe es ihm noch nicht gesagt, ich bin ein bisschen nervös, aber ich glaube nicht, dass er deswegen böse sein würde.»

Immerhin ist der Abtreibungsgegner Cruz ein lautstarker LGBTIQ-Gegner im Kongress. 2015 sprach er bei einer Veranstaltung, die von einem Mann organisiert wurde, der die Exekution von Schwulen für von der Bibel gewollt ansieht. Cruz weigerte sich danach partout, sich zu entschuldigen. Zudem unterstützte er einen Gesetzesentwurf finanziell, der ausdrücklich die Diskriminierung von Queers aufgrund von religiösen Überzeugungen erlauben sollte (MANNSCHAFT berichtete).

Letztes Jahr stand er wegen eines Urlaubstrips an die mexikanische Karibikküste inmitten der Winterwetter-Krise in seinem Heimatstaat Texas in der Kritk. «Es war offensichtlich ein Fehler, und im Nachhinein hätte ich es nicht getan», sagte der 50-jährige Republikaner nach seiner Rückkehr nach Texas. «Ich kann verstehen, warum die Menschen verärgert sind», ergänzte er vor der Presse.


Der einflussreiche Senator rechtfertigte seine Reise laut US-Medien als väterliche Pflicht. Da der Schulunterricht gestrichen sei, hätten seine Töchter einen Trip mit Freunden machen wollen. In seinem Bemühen, «ein guter Vater» zu sein, sei er mit ihnen weggeflogen und wollte noch am Folgetag nach Texas zurückkehren, wurde der 50-Jährige zitiert.

Cruz war 2016 als Präsidentschaftsbewerber seiner Partei angetreten, später tat er sich als loyaler Verbündeter des – inzwischen abgewählten – Präsidenten Donald Trump hervor. (mit dpa)

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