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Neues Startup «Faires Netz» bietet Hilfe bei Hass und Beleidigung

Meldungen sind u.a. in den Bereichen Geschlecht oder Sexualität möglich

Wut Hassrede
Bild: iStockphoto

Hass im Netz hat für Betroffene nicht nur weitreichende Folgen – wie Angststörungen, Depressionen oder Suizidgedanken – sondern ist zudem auch strafbar.

Mit fairesNetz.at ist eine neue Initiative im Bereich «Hass im Netz» gestartet, die sich für einen toleranten und respektvollen Umgang in der Online-Welt, besonders auf den sozialen Netzwerken, einsetzt. Denn jeder Mensch habe – sowohl im echten Leben, als auch online – das Recht darauf, gleichberechtigt und mit Respekt behandelt zu werden, heisst es in einer Pressemitteilung am Dienstag.


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Leider würden im Internet tagtäglich unzählige Personen beleidigt, diskriminiert oder belästigt. FairesNetz.at dulde keine Form von Diskriminierung oder Hassrede im Netz. Gemeinsam mit Rechtsexpert*innen biete man Geschädigten die Möglichkeit verletzende Inhalte kostenlos, schnell und diskret zu melden, so Firmengründer Thaddäus Leutzendorff. Meldungen sind u.a. in den Bereichen Alter, Geschlecht oder Sexualität möglich.


«Wir von fairesNetz.at übernehmen die weiteren Schritte, um Hasspostings oder verletzende Nachrichten bei den jeweiligen Netzwerken zu melden, zu löschen und wenn nötig in weiterer Folge rechtliche Schritte gegen den Verfasser einzuleiten. Denn solche Nachrichten sind nicht nur strafbar, in manchen Fällen können auch schadenersatzrechtliche Ansprüche im Namen der Geschädigten gegen den Verfasser gerichtlich verfolgt werden.» Indem das Bewusstsein für Hassreden im Internet geschärft und aktiv gegen Online-Hass vorgegangen werde, könne man eine respektvollere und integrativere Online-Gemeinschaft schaffen.

Geschädigte können verletzende oder diskriminierende Inhalte jetzt auf fairesNetz.at melden und «sofort Hilfe erhalten», wie es heisst.

Zuvor hat Leutzendorff die Start-up FairesLeben und FaireMiete an den Start gebracht: Es sei nach wie vor so, «dass viele Vermieter das Mietrechtsgesetz missachten und Wohnungen weit über dem Richtwert vermieten. Das betrifft oft Mieter aus niedrigen Einkommensschichten, die mit der Rechtslage in Österreich nicht vertraut sind», so Leutzendorff im ExtraJournal.


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