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Hallelujah! Franziskus macht sich für homosexuelle Partnerschaften stark

Als erster Papst hat er sich öffentlich für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ausgesprochen

Papst Homosexuelle
Foto: Twitter/Pontifex

In einer TV-Dokumentation sprach sich Papst Franziskus dafür aus, dass Homosexuelle das Recht auf Familie haben und auch rechtlich abgesichert sein sollten.

Papst Franziskus hat sich nach Medienberichten für einen gesetzlichen Schutz der Lebensgemeinschaft homosexueller Paare ausgesprochen. Das sagte der Heilige Vater in einem neuen Dokumentarfilm des russischen Regisseurs Jewgeni Afinejewski, wie die Nachrichtenagentur Ansa mitteilt. Dessen Doku «Winter on Fire: Ukraine’s Fight for Freedom» von 2015 war als «Bester Dokumentarfilm» für den Oscar nominiert.

UMFRAGE DER WOCHE: Sollen wir die Zeitumstellung abschaffen?

Nun hatte sein Film «Francesco» auf dem Filmfestival in Rom Premiere. Darin soll der Papst sagen: «Homosexuelle haben das Recht, in einer Familie zu sein. Sie sind Kinder Gottes, sie haben das Recht auf eine Familie», wie verschiedene Medien berichten. Weiter sagte er demzufolge, ohne sich auf ein bestimmtes Land zu konzentrieren: «Wir müssen ein Gesetz für zivile Partnerschaften schaffen. Sie haben das Recht, rechtlich abgesichert zu sein.» Er unterstütze diese Forderungen.


In den sozialen Medien wird er dafür gefeiert, etwa von der SPD-Abgeordneten Michelle Münterfering – ihre Stieftochter Mirjam gehört zu den LGBTIQ-Personen, deren prominente Angehörige sich für sie stark machen (MANNSCHAFT berichtete).

Dass Gott und die Katholische Kirche Homosexuelle «so lieben, wie sie sind», hatte Papst Franziskus nach einem Treffen mit einer Initiative von Eltern homo- und transsexueller Töchter und Söhne im September erklärt (MANNSCHAFT berichtete).

Als Erzbischof von Buenos Aires, zu dem er 1992 ernannt worden war, hatte sich Franziskus bereits für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ausgesprochen. In seiner Funktion als Papst äusserte er sich bisher aber nicht dazu.


Er betonte immer wieder, dass Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht diskriminiert werden dürften. Allerdings gibt es auch andere Äusserungen des Papstes. Als 2015 das slowakische Stimmvolk über ein Referendum abzustimmen hatte, das die Gleichberechtigung Homosexueller einschränken sollte , wurde es von Kirche unterstützt. Der Papst war damals voll des Lobes für diese «Verteidigung familiärer Werte» (MANNSCHAFT berichtete).


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