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++ Zurich Pride erwartet 20’000 Menschen ++ Mehr Ja zur Ehe für alle ++

Kurz, knapp und queer: Das sind die LGBTIQ News ab 1. September

ehe für alle schweiz
Das Komitee «Ehe für alle» ermutigte die Parlamentarier*innen im Dezember 2020 zu einem Ja. (Bild: Sabine Wunderlin)

Für den schnellen Überblick: Unsere LGBTIQ-News aus der Schweiz ab dem 1. September 2021.

++ Grösste Ehe-für-alle-Demo? ++

Sie erwarten 20’000 Teilnehmende, schreiben die Organisator*innen der Zurich Pride. Damit wäre der Umzug unter dem Motto «Trau dich! Ehe für alle jetzt!» eine der grössten Demonstrationen der Schweiz. Der vorderste Wagen ist das nationale Komitee Ehe für alle, darauf findet die Feier einer Hochzeit statt. 70 weitere Organisationen schliessen sich dem Umzug in der Zürcher Innenstadt an.

++ 66% Ja zur Ehe für alle ++


Es wird ein deutliches Ja geben, das prognostiziert die zweite Umfrage der Tamedia-Gruppe. 66% der Befragten sagen Ja zur Ehe für alle und der Samenspende für Frauenpaare. Die Meinungen scheinen gemacht, nur ein Prozent ist sich noch unsicher, 33% lehnen das Gesetz ab. Die grösste Ablehnung kommt aus der SVP, während Anhänger*innen der Grünen und SP am deutlichsten zustimmen.

++ Grosse Unterstützung aus dem Ausland ++

«Wir sagen Ja zur Ehe für alle in der Schweiz!» schreibt die internationale Organisation AllOut auf ihrer Website und ruft Paare aus dem Ausland auf, Unterstützungsbotschaften und Fotos von ihrer Hochzeiten zu senden. Auch eine Petition haben die Organisator*innen gestartet.


«Mit Liebe, von uns für die Menschen in der Schweiz. Ich freue mich auf euer Ja!» wünschen beispielsweise Michael und Balbir aus den USA. Hunderte Paare sollen laut der Organisation bereits ihre Unterstützung gesendet haben. Einige davon sind auf der AllOut-Seite zu sehen. Die Petition haben bereits über 13’000 Personen unterschrieben.

Screenshot: AllOut

++ Bar- und Clubkommisson befürchtet Schliessungen ++

Der Bundesrat gab bekannt, dass die Kontaktdatenerhebung in Nachtkulturbetrieben wieder eingeführt werden könnte. Neben einem gültigen Covid-Zertifikat müssten Besucher*innen also auch Namen, Adressen und Telefonnummer hinterlegen. «Das würde die fragile Balance zwischen Schutzmassnahmen und der Bereitschaft der Gäste sich an diese zu halten, definitiv zum Kippen bringen», schreibt die Schweizer Bar- und Clubkommission (SBCK).

Dies würden die Erfahrungen der Gastronomie zeigen, erklärt die SBCK weiter. Ausserdem funktioniere das aktuelle System sehr gut, es habe in den vergangenen Wochen in Zürich nur 6 Fälle gegeben, bei wöchentlich 15’000 Besucher*innen. Die Kommission befürchtet, dass eine erneute Verschärfung einige Betriebe finanziell endgültig ruinieren könnte und die Besucher*innen vermehrt auf unkontrollierte, illegale Partys ausweichen würden.

++ Plakate und Fahnen beschädigt ++

Aus mehreren Orten in der ganzen Schweiz werden beschädigte Plakate und Fahnen gemeldet. In den sozialen Medien tauchten in den vergangenen Tagen mehrere Fotos aus, die unter anderem eine zerschnittene Fahne, ein heruntergerissenes und zertrampeltes Plakat sowie eine Wand mit dem Flecken einer Flüssigkeit gleich oberhalb einer Fahne zeigen. Solche Vorfälle sind in der Schweiz leider nicht selten (MANNSCHAFT berichtete).

Die Organisator*innen der Ja-Kampagne finden deutliche Worte: «Diese Fälle von Gewalt zeigen, wie notwendig es ist, die LGBTIQ-Gemeinschaft zu schützen, indem man ihren Mitglieder*innen gleiche Rechte einräumt.» Die Attacken würden den Kampf für Gleichstellung und Vielfalt nicht aufhalten.

 

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++ Regenbogenhaus eröffnet ++

Vergangenen Samstag ist das Zürcher Regenbogenhaus feierlich eröffnet worden. Eigentlich steht es bereits seit Mai für Besucher*innen offen, wegen damaligen pandemischen Lage konnte aber noch keine grössere Feier stattfinden.

Auf Instagram bedanken sich die Organisator*innen bei den Gästen und zeigen Bilder vom Anlass.

++ Brunch am Abstimmungssonntag ++

Das Tibits Bistro im Zürcher Seefeld bietet zur Einstimmung auf den Abstimmungssonntag einen Big Bang Brunch an. «An diesem wichtigen Tag sagen wir auch im tibits «Ja!»», schreibt die vegetarische Restaurantskette dazu. Gossipa und Luca Papini sorgen für Musik und Moderation, für genügend Prosecco ist gesorgt.

Tickets können über die Website des Tibits gekauft werden. Zudem gibt es ein verrücktes Glücksrad mit Preisen. Der Erlös geht an das Regenbogenhaus.

++ Queeres Kino in Luzern ++

Nach dem PinkPanorama Festival (MANNSCHAFT berichtete) findet in Luzern das Queer Cinema am 24. und 25. September sowie am 1. und 2. Oktober statt. Das Stattkino zeigt an diesen beiden Wochenenden sechs schwule Filme, drei lesbische und eine Vorführung mit einer trans Geschichte.

Tickets und weitere Informationen gibt es auf der Website des Stattkinos Luzern.

Alle Partys, Festivals und Pride Paraden vom September findest du hier.


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