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Homofeindlich beleidigt und mit Flasche verletzt

Morgens um 5 Uhr in Berlin-Kreuzberg

Hassgewalt in Berlin

Bei einer gefährlichen Körperverletzung erlitt ein 39-Jähriger in Berlin eine Kopfplatzwunde. Zuvor war er homofeindlich beleidigt worden.

Nach den ersten Erkenntnissen lief der Mann in Begleitung von zwei weiteren Zeugen gegen 5 Uhr auf dem Gehweg der Oranienstrasse in Kreuzberg entlang. Hierbei soll er von einem entgegenkommenden Paar beleidigt worden sein. Aus dem anschliessenden Streitgespräch heraus soll er unvermittelt von dem unbekannten Mann mit einer Glasflasche auf den Kopf geschlagen worden sein.

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Das Pärchen flüchtete unerkannt in Richtung Kottbusser Tor. Der 39-Jährige erlitt eine Kopfplatzwunde, die vor Ort von alarmierten Rettungskräften behandelt werden musste. Eine ärztliche Behandlung in einem Krankenhaus lehnte der 39-Jährige jedoch ab.

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Die weiteren Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen.

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Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 559 Fälle mit homo- und transphobem Hintergrund in Berlin erfasst. Damit hat sich die Anzahl der erfassten Fälle gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel (32%) bzw. 177 Fälle erhöht.

In keinem Jahr zuvor wurden so viele Fälle von Gewalt gegen LGBTIQ in der Hauptstadt erfasst wie in 2019, wie MANEO, das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, im Mai berichtete. Zu den Bezirken, in denen LGBTIQ-feindliche Übergriffe am häufigsten vorkommen, zählten die Regionen Schöneberg, Neukölln und Mitte.

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So hat etwa auch die Gewalt gegen Lesben leicht zugenommen. Seit dem 1. Januar 2017 wurden demnach 43 Fälle registriert, bei denen es sich um die Delikte Körperverletzung, Gefährliche Körperverletzung, Schwerer Raub und Beleidigung handelt (MANNSCHAFT berichtete).

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