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Holocaust-Gedenktag – der FC Augsburg leuchtet in Regenbogenfarben

«!Nie wieder» sagt der Bundesliga-Verein

FC Augsburg
Jeffrey Gouweleeuw trägt die regenbogenfarbene Kapitänsbinde. (Bild: FC Augsburg)

Zum «Erinnerungstag im deutschen Fussball» taucht sich der FC Augsburg in Regenbogenfarben. Der Bundesliga-Verein gedenkt damit der Opfer des Nationalsozialismus und setzt ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit.

Heute Mittwoch ist der 76. Jahrestag der Befreiung der Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz. Seit 18 Jahren organisiert das Bündnis «!Nie wieder», bestehend aus Fangruppen, Fanprojekten, Klubs, Verbänden und Einzelpersonen den «Erinnerungstag im deutschen Fussball». Dazu finden jedes Jahr diverse Aktionen und Veranstaltungen statt.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenktags stehen Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität im Dritten Reich stigmatisiert, verfolgt und ermordet wurden. Deshalb wird das Stadion in Augsburg am Mittwoch in Regenbogenfarben erleuchten.


Beim Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin am vergangenen Samstag setzte der Bundesliga-Verein zudem «ein Zeichen gegen Diskriminierung, gegen das Vergessen der menschenverachtenden Gräueltaten der Nationalsozialisten und für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft», wie sie auf der Website schreiben. Trotz des Einsatzes vieler Fussballvereine gegen Homophobie sind Sprechgesänge gegen LGBTIQ weiterhin verbreitet; Spieler trauen sich nicht, sich zu outen (MANNSCHAFT berichtete).

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Die Eckfahnen und die Kapitänsbinde von Jeffrey Gouweleeuw trugen während des Spiels die Farben des Regenbogens. In den sozialen Medien freuten sich die Fans der Fuggerstädter über die Aktion und hinterliessen viele positive Kommentare. Nicht alle konnten dem farbigen Auftritt etwas abgewinnen. «Spielt lieber besseren Fussball und supported das ganze nicht!!!» und weitere Hasskommentare stehen unter einem Post des FCA auf Instagram.

Das veranlasste den FC Augsburg dazu, ein klares Statement abzugeben: «Doch äusserst verwundert mussten wir feststellen, wie sich manche «FCA-Fans» in den Kommentaren äussern! Genau diese Kommentare zeigen uns aber, dass es wichtig ist, sich für diese Themen ohne Wenn und Aber einzusetzen! Wir zeigen klare Kante gegen Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz und stehen entschieden für eine weltoffene Gesellschaft ein! Wem das nicht gefällt, ist bei Rot-Grün-Weiss an der falschen Adresse!»


Die Regenbogenfarben brachten dem Verein sogar Glück. Mit dem 2:1 gegen Union Berlin gewannen der FCA zum ersten Mal seit Ende Oktober wieder ein Heimspiel und beweisen damit, dass sie sich für Respekt und Toleranz einsetzen und gleichzeitig guten Fussball spielen können.


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