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++ SchwuZ feiert wieder ++ Dortmund zeigt 1000fach Flagge ++

Die LGBTIQ News: kurz, knapp, queer

SchwuZ
Das SchwuZ im September - menschenleer, wegen der Corona-Massnahmen (Foto: MANNSCHAFT)

Für den schnellen Überblick: Unsere LGBTIQ News aus Deutschland ab dem 1. September 2021.

++ Berliner SchwuZ will Ende Oktober öffnen ++

Nachdem der Senat entschieden hat, dass Clubs und Diskotheken in der Hauptstadt ab diesem Samstag für Geimpfte und Genesene wieder öffnen dürfen, bereitet sich der queere Tanztempel SchwuZ auf die erste Party seit eineinhalb Jahren vor. Ende Oktober soll es soweit sein, wie es in einer Mitteilung in den sozialen Medien heisst.

Man freue sich, müsse nun aber erstmal ein Programm zusammenstellen und die Mitarbeiter*innen reaktivieren. Im Juni hatte SchwuZ-Geschäftsführer Marcel Weber im Interview mit MANNSCHAFT erklärt, man hoffe auf eine Wiedereröffnung im Herbst (MANNSCHAFT berichtete).

 

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++ Dortmund will 1000fach Flagge zeigen ++

Die NRW-Metropole feiert Pride, vom morgigen Freitag bis zum 12. September. Nach der grossen Resonanz im Vorjahr, wo in der Stadt über 1000 Regenbogenfahnen zu sehen waren, soll #DortmundZeigtFlagge auch dieses Jahr wieder stattfinden. Die Community ist aufgerufen, ihre Regenbogenfahnen herauszuholen und in die Fenster zu hängen.


++ 24 000 Euro Strafe für transphobe Beleidigung ++

Weil er die Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer (Grüne) beleidigt hat, muss ein Blogger 24 000 Euro zahlen. Der Betreiber einer Internet-Plattform mit rund 100 000 Follower*innen hatte sich abwertend über das Aussehen von Ganserer und zwei anderen Frauen auf einem Foto geäussert. Im Netz bezeichnete er sie u. a. als «Lachnummern» und kommentierte, man könne sie «auf ’ne Kippenschachtel tun als Warnhinweis».

LGBTIQ News
Tessa Ganserer im Bayerischen Landtag (Foto: Tobias Hase/dpa)

Zunächst war der Angeklagten zu 3200 Euro Strafe verurteilt worden. Gegen das Urteil legten sowohl er als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Die wertete die Geldstrafe als zu niedrig. Im neuerlichen Verfahren wurde sie am Landgericht Nürnberg-Fürth nun erhöht. Ganserer begrüsste das Urteil. «Wir Menschen sind nicht alle gleich, aber alle gleich an Würde.»

++ Polizeieinsatz bei CSD Berlin nicht tolerierbar ++

Im Nachgang der diesjährigen CSD-Parade kam es in Berlin Schöneberg zu einem umstrittenen Polizeieinsatz (MANNSCHAFT berichtete). Die Senatsinnenverwaltung hat nun auf eine schriftliche Anfrage der Linksfraktion Stellung genommen. Demnach wurden 38 Ermittlungsverfahren gegen 37 Personen eingeleitet, 22 davon wegen Verstosses gegen die Corona-Massnahmen. In einem Fall sei eine Person wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamt*innen «im Rahmen der polizeilichen Massnahmen durch unmittelbaren Zwang in Form eines gezielten Fausthiebs verletzt» worden und habe eine Platzwunde davongetragen.


Konflikten sollten die Beamten an diesem Tag «grundsätzlich aufgeschlossen, kooperativ und tolerant» begegnen, so die Innenverwaltung. Dieses Ziel sei aber klar verfehlt worden, so die Linke in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Die Polizei sei aggressiv gegen die Feiernden vorgegangen und nicht bereit gewesen, auf Kritik einzugehen. Von Seiten der Polizei gab es keine Bemühungen um Deeskalation. Ein solches Verhalten ist nicht zu tolerieren, gerade angesichts der Verfolgungsgeschichte von LGBTIQ. Der Vorgang in der Motzstrasse mache noch einmal deutlich, wie wichtig es wäre, dass eine unabhängige Beschwerdestelle zur wirksameren Kontrolle der Polizei ihre Arbeit aufnehme.

++ Jochen Schropp gegen Blutspendeverbot ++

im Fernsehsender VOX spricht Jochen Schropp am Mittwochabend über das Blutspendeverbot für homo- und bisexuelle Männer sowie trans Menschen. «Dieses Thema wird gerade wieder im Wahlkampf benutzt, um Stimmen aus der Community zu bekommen, oder um genau gegen diese zu hetzen. Ausgang: unklar», erklärt der Moderator und Schauspieler via Facebook.

Der September könne ein historischer Monat werden. «Beendet die Diskriminierung, und lasst uns unter gleichen Bedingungen spenden wie heterosexuelle Menschen», so Schropp. VOX will mit dem täglichen Format von zwei Minuten mehr Haltung zu wichtigen Themen zeigen.


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