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Finger weg von Onlinedating in Pakistan

Kaltblütig ermordet: In Pakistan wurden schwule Männer nach Begegnungen via Facebook und Gay-Dating-Apps ermordet. Die erste Episode der neuen Serie «Blackout» beleuchtet die tragischen Umstände.

Das Medienunternehmen Vice hat in Zusammenarbeit mit der Google-Tochter Jigsaw die neue Serie «Blackout» kreiert. Damit soll aufgezeigt werden, wie ausgeprägt das Recht auf freie Meinungsäusserung in verschiedenen Teilen der Welt ist.


Die erste Episode stellt die Situation von schwulen und bisexuellen Männern in Pakistan dar, wo homosexuelle Handlungen mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden können. Selbst das Internet und Dating-Apps wie Grindr stellen eine Bedrohung dar. Kürzlich wurde ein 20-jähriger Mann verhaftet, der sich mit Männern via Facebook zum Sex verabredet und sie im Anschluss zu Tode stranguliert hatte. Seine Begründung: Er wolle damit die Ausbreitung des Bösen verhindern.

«Der Mörder hatte Profile auf verschiedenen Dating-Plattformen eingerichtet», sagt ein Pakistani im Trailer zu «Blackout». Bei der Gay-Community ist nach diesem Ereignis nun Vorsicht angesagt, wenn es um Onlinedating geht. «Wir fordern die Community dazu auf, sich nicht mit anonymen Menschen zu treffen.»

Ebenfalls Thema der ersten Episode ist die schwullesbische Subkultur Pakistans sowie ihr Umgang mit der Zensur und der überall grassierenden Gewalt und Diskriminierung von homosexuellen Menschen.


Die erste Episode in englischer Sprache ist in voller Länge auf vice.com verfügbar.


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