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Dua Lipa: So sollen Fans ihr neues Album hören

Sie sieht ihr Album als Gesamtwerk

Dua Lipa
Dua Lipa (Foto: Chris Putnam/ZUMA Press Wire/dpa)

Für ihr drittes Album hat Dua Lipa mit Indie-Star Tame Impala zusammengearbeitet – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Nicht zufällig heisst das dritte Studioalbum von Dua Lipa «Radical Optimism». Die 28-Jährige hat das Konzept, selbst in schwierigen Situationen positiv zu denken, zu ihrem Lebensmotto erklärt. «Ich versuche immer, wirklich immer, optimistisch zu bleiben, egal was passiert», sagt Lipa im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. «Das ist nicht immer leicht. Manchmal läuft einfach alles schief und trotzdem muss man durchhalten.»


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Zumindest von aussen betrachtet läuft derzeit alles rund für die britisch-albanische Sängerin. Mit ihrem perfekt produzierten Disco-Pop-Album «Future Nostalgia» stieg sie zum Weltstar auf. Neben ihrer Popkarriere ist die mehrfache Grammy-Gewinnerin unter anderem als Model, Podcasterin und neuerdings auch in Nebenrollen als Schauspielerin in Hollywood-Filmen («Barbie», «Argylle») aktiv.


Fast 100 Songs hatte Dua Lipa in ihrem Notizbuch gesammelt – viele davon, bevor sie mit «Future Nostalgia» auf Tournee ging. «Ich habe einfach geschrieben, bis mir klar wurde, wo es hingehen soll», sagt sie. Erst durch die Arbeit mit Kevin Parker, besser bekannt als Tame Impala, nahm das neue Album Gestalt an. Produzent Danny Harley, Songwriter Tobias Jesso Jr. und Songwriterin Caroline Ailin, die schon die Hitsingles «New Rules» und «Don’t Stop Now» mit Lipa schrieb, waren ebenfalls beteiligt.

«Als ich 2022 mit Kevin gearbeitet habe, war die erste Session ein Aha-Erlebnis», erzählt Lipa. «Kevin, Danny, Tobias, Caroline und ich haben das Lied Illusion geschrieben. Am nächsten Tag haben wir Happy For You geschrieben, und am nächsten Tag Watcha Doing. Da wurde mir klar, in welche Richtung wir gehen.»

Sicher auch dank Tame Impalas Einfluss fasziniert «Radical Optimism» mit reichhaltigen Klangwelten, die man von Dua Lipa bisher nicht kannte. Vom sommerlichen, groovigen Pop mit fröhlichem 80er-Jahre-Synthesizer («Watcha Doing») über raffinierten Trip Hop («French Exit») bis zur treibenden Disco-Ballade, die stilistisch irgendwo zwischen Giorgio Moroder und Eurovision-Kitsch liegt («Falling Forever») – das Album wird nicht langweilig und klingt jederzeit lebhaft.


Nicht eine konkrete Musikrichtung, sondern eine besondere Energie habe sie inspiriert, sagt Lipa. «Screamadelica» von Primal Scream, «Dummy» von Portishead und die Alben von Massive Attack habe sie sehr häufig gehört. «Ich liebe diesen freien Fluss, die Melodie», schwärmt die Sängerin, «die Gefühle, die das in mir auslöst, die Euphorie, die ich beim Hören verspürt habe. Und das war die Energie, die ich auch mit meinem Album vermitteln wollte.»

In einer Zeit, in der Songs für den Spotify-Algorithmus geschrieben werden, sieht Dua Lipa das Album als Gesamtwerk. «Es ging mir darum, dass klanglich ein Song zum nächsten führt und ich die Leute auf eine Reise mitnehme.» Dass sich viele Fans einzelne Lieder rauspicken werden, ist ihr natürlich bewusst. «Ich hätte liebend gern, dass die Leute es in einem Rutsch hören, aber ich kann nicht kontrollieren, wie sie ihre Musik hören. Ich kann es nur so präsentieren, wie ich mir wünschen würde, dass sie es hören.»

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