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Doku über «Coming-out in der Katholischen Kirche» ausgezeichnet

Betroffene erzählen von Diskriminierung

Coming-out
Foto: Dt. Fernsehpreis/Twitter

Die Doku «Wie Gott uns schuf – Coming-out in der Katholischen Kirche» wurde am Mittwoch in Köln mit dem Deutschen Fernsehpreis 2022 als «Beste Dokumentation/Reportage» ausgezeichnet.

Gläubige im Dienst der katholischen Kirche in Deutschland wagen in der exklusiven ARD-Dokumentation den gemeinsamen Schritt an die Öffentlichkeit. Menschen, die sich als nicht-heterosexuell identifizieren, erzählen vom Kampf um ihre Kirche – manchmal sogar mit dem Risiko, dadurch ihre Arbeit zu verlieren. Es sind Priester, Ordensbrüder, Gemeindereferent*innen, Bistums-Mitarbeitende, Religionslehrende, Kindergärtnerinnen, Sozialarbeiter*innen und viele mehr, die von Einschüchterungen, Denunziationen, tiefen Verletzungen, jahrzehntelangem Versteckspiel und Doppelleben berichten.

Die Dokumentation hört denen zu, die ihren Glauben jeden Tag leben und von der Institution Kirche herabgewürdigt werden. Für viele wäre ein Austritt aus der Kirche, ein Jobwechsel einfacher gewesen. Stattdessen wollen sie die Kirche verändern. Sie wollen nicht länger schweigen, sondern auf sich aufmerksam machen: «Wir sind hier und zwar so wie Gott uns schuf!»

Ein multimediales Projekt von Investigativjournalist Hajo Seppelt, Katharina Kühn, Marc Rosenthal und Peter Wozny produziert von EyeOpening.Media (Redaktion Katharina Schiele) im Auftrag von rbb (Redaktion Ute Beutler, Ulrike Bieritz), SWR (Redaktion Esther Saoub) und NDR (Redaktion Kathrin Becker). Das Autor*innenteam wurde mit dem Hauptpreis des Katholischen Medienpreises 2022 in der Kategorie «Fernsehen» ausgezeichnet.


Das Serienepos «Eldorado KaDeWe – Jetzt ist unsere Zeit» (ARD Degeto/rbb) erhielt den begehrten Preis bereits am Dienstag in zwei Kategorien: Inga Humpe, Tommi Eckart und Matthias für die «Beste Musik Fiktion» und Szenenbildnerin Petra Albert für die «Beste Ausstattung Fiktion». (MANNSCHAFT berichtete)


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Die ZDF-Serie «Becoming Charlie» mit nicht-binärer Hauptfigur war zweimal nominiert, ging aber leer aus.


Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen.


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