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Coming-out im Job? Grosse Mehrheit der Kolleg*innen sagt Ja

Trans Personen kämpfen noch am meisten um die Akzeptanz von Kolleg*innen

Diversity
Symbolbild: AdobeStock

Ein offener Umgang mit der sexuellen Identität am Arbeitsplatz stösst mehrheitlich auf Zuspruch. Das geht aus einer vom Job-Portal Indeed in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Die grösste Akzeptanz für ein bewusstes Bekenntnis in Form eines Coming-outs am Arbeitsplatz erhalten demnach homosexuelle Menschen (66 Prozent), gefolgt von bi- (63 Prozent) sowie asexuellen Menschen (57 Prozent). Trans Personen kämpfen nach Einschätzung der Befragten am meisten um die Akzeptanz der Kolleginnen und Kollegen (51 Prozent).

Die Arbeit im Team mit Homo- und Bisexuellen finden der Studie zufolge 80 Prozent der Befragten völlig unproblematisch, 72 Prozent bewerten die Zusammenarbeit mit trans Menschen als unproblematisch.

Eine klare Förderung von Diversität wirkt demnach auf die meisten Jobsuchenden zwar positiv. 25 Prozent der Befragten gaben aber auch an, dass die Unterstützung von Gruppen wie Menschen anderer sexueller Orientierung im Job aus ihrer Sicht überhandnehme.


Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1027 erwerbstätige Personen zwischen dem 5. und 8. März 2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die vorliegenden Fragen wurden nur Erwerbstätigen gestellt.

Die zentralen Fragen lauteten: Was meinen Sie: Wie gross wäre die Akzeptanz an Ihrer Arbeitsstelle für ein Coming-out der nachfolgenden sexuellen Identitäten eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin? Wie wäre es für Sie, mit einem Kollegen/einer Kollegin zusammenzuarbeiten, der/die die unten jeweils aufgeführte sexuelle Orientierung oder Identität lebt?

In Sachsen gibt es das Projekt des LSVD «Queer am Arbeitsplatz»: Hier werden Mitarbeitende, Unternehmen und Verbände gestärkt, Ressentiments am Arbeitsplatz soll entgegengewirkt werden (MANNSCHAFT berichtete).



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