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Coming-out im Frauenfussball – Quinn ist trans

Quinn möchte mit geschlechtsneutralen Pronomen them & they angesprochen werden

Coming-out
Foto: Instagram

Quinn aus Kanada lebt für Familie und Freund*innen schon länger offen trans. Nun folgt das öffentliche Coming-out via Instagram.

Quinn – Mitglied der kanadischen Frauen-Nationalmannschaft, die bei den Olympischen Spielen 2016 Bronze holte – erklärte auf Instagram: «Ein Coming-out ist hart (und irgendwie bullshit). Ich weiss für mich, dass ich es für den Rest meines Lebens immer wieder tun werde. Da ich seit vielen Jahren als offen trans mit den Menschen zusammen lebe, die ich am meisten liebe, habe ich mich immer gefragt, wann ich mich öffentlich outen würde.» (Vor drei Jahren outete sich der kanadische Weltmeister im Stabhochsprung Shawnacy «Shawn» Barber – MANNSCHAFT berichtete).

Nun ist also der Moment gekommen. Quinn schreibt: «Ich wollte die Gefühle, die ich bezüglich meiner Transidentität hatte, in einem Beitrag zusammenfassen, aber das ist wirklich nicht der Grund, warum jemand hier bei Instagram ist. Ich auch nicht.»

Stattdessen will Quinn für queere Menschen sichtbar sein, die trans oder nicht-binäre Menschen nicht in ihrem Feed sähen. «Ich weiss, dass es mir vor Jahren das Leben gerettet hat.» Darum folgen auf das Coming-out Ratschläge, wie cis Menschen bessere Verbündete der trans Community sein können.

«Wir zelebrierten es, dass wir das einzige Team ohne Lesbe waren»

«Schreibt Eure Pronomen in Eure Biografie» und «Übt die Verwendung geschlechtsneutraler Pronomen mit Freunden vorm Spiegel». Für sich selbst möchte Quinn they und them verwenden.

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Quinn, 1995 in Toronto geboren, zählte bei der Frauen-Fussball-WM laut outsports.com zu den 40 Out-Spielerinnen und positionierte sich bei Instagram bereits zuvor als Teil der LGBTIQ-Familie. Quinn spielt im Verein OL Reign im Mittelfeld und ist derzeit an den schwedischen Verein Vittsjo GIK ausgeliehen.

Dieser Tage ist das deutsche Transsexuellengesetz 40 geworden. Nun fordern GRÜNE und LINKE einen Entschädigungsfonds. Und noch immer verursache das Gesetz unnötiges Leid und beeinträchtige das Selbstbestimmungsrecht (MANNSCHAFT berichtete).

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