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Ab 2023: «Eurovision Canada» wird Teil der ESC-Familie

Es soll einen weiteren interkontinentalen Ableger geben, teilt die Europäische Rundfunkunion mit

Kanada
Ein junger Mensch mit kanadischer Flagge (Symbolfoto: Ksenia Makagonova / Unsplash)

ESC-Fans müssen ihre Fahnensammlung abermals erweitern. Denn ab 2023 wird es auch einen «Eurovision Canada»-Wettbewerb geben.

Die Europäische Rundfunkunion teilte diese Woche mit, dass es nach dem «American Song Contest» nächstes Jahr auch einen kanadischen Ableger geben wird, bei dem zehn Provinzen des Landes und drei Territorien gegeneinander antreten.

It’s time for Canada to join the party 🥳

Artists from 10 provinces and 3 territories will compete in Eurovision Canada – debuting in 2023! 🇨🇦🇨🇦🇨🇦https://t.co/V1oD93gQ9Q

— Eurovision Song Contest (@Eurovision) April 25, 2022

Auf der ESC-Webseite heisst es: «Einige der beliebtesten und kraftvollsten Lieder der Welt wurden von Kanadier*innen geschrieben – von Joni Mitchell, Neil Young, Leonard Cohen, (…) über k. d. lang (…) bis Justin Bieber und The Weekend, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.» Und natürlich habe Céline Dion aus Charlemagne 1988 den ESC gewonnen mit «Ne Partez Par Sans Moi», sie trat damals für die Schweiz an (MANNSCHAFT berichtete).

Martin Österdahl, der Executive Supervision des ESC, sagt: «Der Eurovision Song Contest repräsentiert ein einmaliges Erbe aus 67 Jahren Geschichte, in denen seine weltweite Beliebtheit immer weiter gewachsen ist. Es ist an der Zeit, dass Kanada an der Party teilnimmt und ein Player bei diesem globalen Spektakel wird. Die Liebe zur Musik ist universell, und das Feiern von verschiedenen Musikgenres und -stilen überwindete Schranken, es bringt Menschen zusammen wie keine andere Kunstform.»


«Fröhliches Phänomen» für 38 Millionen Kanadier*innen
Man freue sich, die «besten Partner» gefunden zu haben, um dieses «fröhliche Phänomen» für neue Fans zugänglich zu machen und diesen «bemerkenswerten Wettbewerb» mit den 38 Millionen Einwohner*innen von Kanada zu teilen.

Martin Österdahl
ESC-Chef Martin Österdahl (Foto: eurovision.de)

Weitere Details dazu, wer in Kanada den Wettbewerb im Fernsehen übertragen wird und wer die Moderator*innen sein werden, sollen in den nächsten Wochen bekanntgegeben werden.

Bereits im März war als erster interkontinentaler Ableger der «American Song Contest» im US-Sender NBC gestartet. Jedoch erreichte die Show, bei der 50 US-Bundesstaaten, die Hauptstadt Washington und sechs Territorien gegeneinander antreten, bislang nur schlechte Quoten (MANNSCHAFT berichtete). Der ASC hat laut Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen, die auf der Branchenseite TV Series Finale veröffentlichen wurden, über die Wochen immer mehr Fans verloren. Nach 2,9 Millionen zum Start sahen demnach in der Folgewoche noch 1,9 Millionen und in Woche drei nur noch 1,6 Millionen Leute zu. Bei der vierten Vorrunde schalteten dann 1,4 Millionen Menschen ein.


Zu den prominenteren Teilnehmer*innen zählten Schmusesänger Michael Bolton sowie Macy Gray und Jewel. Zuschauer*innen im deutschsprachigen Raum können sich immer dienstagabends eine Woche später ein Bild vom ASC auf Servus TV verschaffen.

Bereits seit mehreren Jahren tritt Australien beim ESC an, weil der Musikwettbewerb Down Under viele Fans hat. Der ESC wird dort seit 1983 übertragen, 2015 feierte das Land sein Debüt. Den grössten Erfolg hatte Australien 2016, als Dami Im mit «Sound of Silence» den zweiten Platz belegte.


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