Nach homophobem Spruch: US-Motorsportler Daniel Dye suspendiert

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Archivbild (Bild: Wade Payne/AP/dpa)

Während eines Livestreams kommt es in den USA zum Eklat. Motorsportler Daniel Dye verspottet einen Kollegen. Die Rennserie Nascar reagiert scharf.

Nach homophoben Äusserungen ist US-Motorsportler Daniel Dye auf unbestimmte Zeit suspendiert worden. Der Nascar-Fahrer hatte IndyCar-Pilot David Malukas während eines kürzlich ausgestrahlten Livestreams verspottet, ihn in hoher Tonlage nachgeäfft und dessen Stimme als schwul bezeichnet. Über den Wortlaut des besagten Videos, das im Internet kursierte, berichtete die New York Times.

Dye wurde auch von Kaulig Racing, für das er in der Truck-Serie startet, vorerst freigestellt. Der Motorsportverband Nascar verpflichtete den 22-Jährigen nach den «unangebrachten Äusserungen» zudem zur Teilnahme an einem Sensibilisierungstraining, ehe er wieder zurückkehren könnte.

Dye bat anschliessend David Malukas um Entschuldigung. «Ich habe mich unpassend ausgedrückt und verstehe, warum das bei manchen Menschen Anstoss erregt hat», schrieb er. «Es tut mir leid für alle, die sich dadurch gekränkt gefühlt haben. So möchte ich mich nicht präsentieren. Ich habe einige enge Freunde in der LGBTIQ-Community, von denen ich niemals möchte, dass sie sich wegen meiner Äusserungen minderwertig fühlen. Genau deshalb sollte ich mich an höhere Massstäbe halten.»

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Daniel Dye (Bild: Daniel Dye/Instagram)

Es ist Dyes zweite Suspendierung Dye war schon einmal während seiner Zeit in der Tourenwagenrennserie Arca gesperrt worden. Als 18-Jähriger war er an einer Highschool in Florida festgenommen und wegen schwerer Körperverletzung angeklagt worden. Dye hatte einem Mitschüler einen Schlag in den Unterleib versetzt. Der Motorsportler sagte damals, es sei ein Spiel gewesen. Dye durfte wieder starten, nachdem die Anklage von einem Verbrechen auf ein Vergehen herabgestuft wurde.

Das Internationale Olympische Komitee sollte seine Pläne, verpflichtende Gentests für das Geschlecht und ein Verbot für trans und inter Athletinnen einzuführen, aufgeben. Dies fordern ILGA World und über 70 weitere Partnerorganisationen (MANNSCHAFT berichtete).

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