Nach Kinderbuchlesung: Dragqueen wehrt sich gegen AfD

dita whip

Dita Whip, Drag Queen und Aktivistin aus Freiburg im Breisgau, wehrt sich gegen politische Instrumentalisierung durch die AfD und deren Umgang mit queeren Themen im öffentlichen Raum.

Hintergrund ist eine Kinderbuchlesung der Dragqueen am 28. Februar in Zusammenarbeit mit der Stelle für Diversity und Antidiskriminierung der Stadt Freiburg sowie der Stadtbibliothek Freiburg.

Anfang März tauchte auf der Website des AfD-Stadtverbandes Freiburg eine Grafik auf. Darin wird die Dragqueen gezeigt und namentlich genannt. «Meine Person sowie meine Arbeit werden mit schwerwiegenden Vorwürfen in Verbindung gebracht», schreibt die Dragqueen nun in einer Mitteilung.

Im Rahmen dieser kostenlosen Veranstaltung habe sie aus den Kinderbüchern «Disco» und «Genug gebrüllt, Löwe» vorgelesen. Diese Veranstaltung wurde danach von der AfD mit Begriffen aus einem politischen Kulturkampf sowie mit Zuschreibungen wie «perversen Ideologien» in Verbindung gebracht.

dita whip afd
Grafik der AfD mit Dita Whip (re)

Aus ihrer Sicht würden ihre Person und ihre Arbeit damit in einen politischen Kontext gestellt, «dem ich nicht zugestimmt habe», so die Dragqueen. «Ich sehe nicht ein, als Feindbild in einem politischen Kulturkampf instrumentalisiert zu werden.»

Um dies klarzustellen, habe sie mit Unterstützung eines Anwalts rechtliche Schritte eingeleitet, darunter eine Unterlassungsaufforderung. Die hierfür gesetzte Frist ende am heutigen Mittwoch um 16.00 Uhr.

Da bislang keine Reaktion der Gegenseite erfolgt sei, sei derzeit davon auszugehen, dass ein gerichtliches Verfahren – gegebenenfalls im Eilverfahren – erforderlich werden könnte, so Dita Whip. Ein solches Verfahren könne mit erheblichen Kosten verbunden sein.

Zur Deckung möglicher Rechtskosten hat Dita Whip ein Crowdfunding gestartet. Die Spendengelder würden ausschliesslich für rechtliche Zwecke verwendet. Nicht benötigte Mittel sollen vollständig an gemeinnützige Projekte gespendet werden, heisst es. Auch mögliche Entschädigungszahlungen aus einem Verfahren beabsichtige sie «zu grossen Teilen» an gemeinnützige Zwecke weiterzugeben. Aktuell sind bereits über 2'000 Euro zusammengekommen. Als Spendenziel wird die Summe von 4'500 Euro genannt.

Für die Dragqueen gehe es um die grundsätzliche Frage, ob und wie sich Menschen – insbesondere Queers – gegen politische Instrumentalisierung zur Wehr setzen können.

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