«Monogamie ist sowieso keine Lösung!»

Deutscher Queer-Beauftragter bei Sex-Podcast «schwanz & ehrlich»

Foto: Promo
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Sven Lehmann plaudert bei «schwanz & ehrlich» über Grindr im Bundestag, Affenpocken und das Selbstbestimmungsgesetz.

Sven Lehmann, der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, quatscht mit Lars Tönsfeuerborn, Michael Overdick und Mirko Plengemeyer über seine offene Beziehung, Sex-Apps im Bundestag und die Affenpocken-Impfung.

«Es gibt Länder, die wollen keinen Impfstoff, weil die sagen, es trifft schon die Richtigen!», sagt der Grünen-Politiker.Gerade als die Affenpocken im Sommer 2022 mit den Fallzahlen ihren Höchststand hatten, waren die Vorurteile gegenüber Männern, die Sex mit Männern hatten, hoch im Kurs. Dadurch seien besonders viel Scham und Unsicherheiten in der schwulen Community entstanden. Durch  fehlenden Impfstoff wurde über alternative Verbreitungsreduzierung gesprochen.

Die lauten vorurteilsbehafteten Stimmen zu Abstinenz habe Sven Lehmann aber schnell abgetan, denn für ihn gelte: Sex ist wichtiger Bestandteil der Gesundheit – und Abstinenz und Monogamie deshalb keine Lösung.

Sven Lehmann ist seit 2017 Mitglied des deutschen Bundestages für Bündnis 90 / Grüne und seit Januar der erste Queer-Beauftragte der Bundesregierung – sein Job ist es, der Regierung auf die Finger zu schauen, ob auch Politik für queere Menschen gemacht wird.

«Ich bin ein grosser Fan des Podcasts schwanz & ehrlich, weil er offen,ehrlich und aufklärend über Sex spricht. Sexualität und Begehren zu besprechen ohne Scham und Stigma ist gerade für queere Menschen fundamental. Sexuelle Gesundheit, Bildung und Selbstbestimmung sind wichtig für die mentale Gesundheit und Teil der Menschenrechte. Ich freue mich sehr, dass der Podcast auch eine Plattform für queere Politik bietet», so Lehmann

Im Staffelfinale von «schwanz & ehrlich» stellt er sich den Fragen der drei Podcaster: Ist Grindr als Sex-App im Bundestag angesagt? Wieso gibt es Vorurteile gegenüber Männern, die Sex mit Männern haben? Und warum hat Sex – scheinbar – so einen niedrigen Stellenwert im Deutschen Bundestag?

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