Eine queere Bar für Luzern: Finanzierung gesucht
Die Stadt Luzern soll wieder eine queere Bar erhalten. Für die Umsetzung sind Roger Tschopp und Esther Zumbühl auf der Suche nach Investor*innen.
Die queere Community in Luzern könnte schon bald wieder einen eigenen, festen Treffpunkt erhalten. Roger Tschopp und Esther Zumbühl wollen mit der Bar «Otter» einen ganzjährigen queeren Raum in der Stadt etablieren – zentral gelegen, sichtbar und offen für die gesamte LGBTIQ-Community sowie ihre Allys. Noch fehlt allerdings das nötige Startkapital.
In einer Mitteilung wenden sich die Tschopp und Zumbühl direkt an die Community und an potenzielle Unterstützer*innen. Darin schreiben sie: «Unser Herzensprojekt, eine queere Bar in der Stadt Luzern zu eröffnen, braucht eure Unterstützung.» Die Vision sei klar: «Eine queere Bar in der Stadt Luzern, die ein sicherer, lebendiger und selbstverständlicher Treffpunkt für die LGBTIQ-Community und ihre Allys ist.»
Tschopp und Zumbühl bringen nach eigenen Angaben langjährige Erfahrung in der Gastronomie mit. «Sechs Jahre lang haben wir gemeinsam in einer Leitungsfunktion im Bourbaki gearbeitet und beschäftigen uns nun seit über drei Jahren intensiv mit der Suche nach einer geeigneten Location in der Stadt Luzern», heisst es in der Mitteilung. Diese Suche sei nun erfolgreich abgeschlossen: In der Neustadt wurde ein Standort gefunden, an dem die Bar «Otter» realisiert werden könnte.
Die geplante Bar soll nicht nur ein weiterer Gastronomiebetrieb sein, sondern bewusst ein sichtbarer queerer Ort. «Stellt euch vor, endlich wieder ein ganzjähriger queerer Treffpunkt in der Zentralschweiz, der stolz die Regenbogenflagge nach aussen präsentiert», schreiben die beiden.
Aktuell fehle dem Projekt jedoch die Finanzierung, so die beiden weiter. «Leider scheitert die Umsetzung bislang nicht an der Idee oder dem Konzept, sondern am fehlenden Startkapital», erklären Tschopp und Zumbühl. Banken zeigten sich gegenüber gastronomischen Projekten derzeit zurückhaltend, weshalb sie nun alternative Wege suchen. «Deshalb wenden wir uns nun direkt an Menschen, die an queere Räume, Sichtbarkeit und nachhaltige Projekte glauben.»
Für die Umsetzung der Bar werden insgesamt CHF 400’000.– benötigt. Gesucht werden konkret Investor*innen, die bereit sind, sich mit je CHF 50’000.– zu beteiligen. Als Argumente führen die beiden unter anderem ein realistisches Barkonzept, ihre Führungserfahrung sowie den grossen Bedarf an queeren Räumen in Luzern an. Interessierte können direkt mit Roger Tschopp oder Esther Zumbühl Kontakt aufnehmen. «Gerne stellen wir unser Konzept persönlich vor und beantworten alle Fragen zu Finanzierung, Umsetzung und Beteiligungsmodell», heisst es abschliessend in der Pressemitteilung. Roger Tschopp kann über roger-tschopp (at) bluewin.ch, Esther Zumbühl über esther-zb (at) hotmail.ch erreicht werden.
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