Gaelic-Footballer PD Savage outet sich als schwul – inspiriert von «Heated Rivalry»
Der 36-Jährige sorgt damit im erzkonservativen Nordirland für Schlagzeilen
Der ehemaliger Gaelic-Football-Spieler und Crossfit-Champion Patrick Daniel Savage aus County Down in Nordirland hat sich öffentlich als schwul geoutet – und erklärt, sein Entschluss gehe auf den Serienhit «Heated Rivalry» zurück.
In einem Interview bei RTÉ Radio 1 erzählte er, wie die Serie ihn dazu brachte, offen über seine Sexualität zu sprechen. Savage erklärte, dass die Hockeyserie ihn dazu brachte, über seine eigenen Erfahrungen im Gaelic Football nachzudenken – einem Sport, der tief in der irischen Gesellschaft verankert ist.
Im Interview schilderte Savage seinen Werdegang als Gaelic-Footballer, bevor er zu Crossfit wechselte, wo er Meistertitel gewann. Er berichtete von den inneren Konflikten, seine Identität in einem Sport auszuleben, in dem Homosexualität historisch gesehen immer ausgegrenzt wurde. «Homosexualität ist in der Sportwelt nach wie vor stark stigmatisiert, aber die Aufmerksamkeit für dieses Thema hilft, auf das Problem aufmerksam zu machen», so Savage.
Sein Coming-out fällt in eine Zeit, in der LGBTIQ-Stimmen im irischen Sport zunehmend Gehör finden (MANNSCHAFT berichtete).
Parallel dazu feierte der irischsprachige Kurzfilm «Ar gCluiche Féin» am 14. Februar Premiere. Er behandelt ähnliche Themen: Es geht um einen schwulen GAA-Footballer, der Beziehung und Sport miteinander in Einklang bringt. Das Drehbuch und die Regie stammen von Medb Johnstone. Gedreht wurde in Dublin und in County Wicklow. Mitwirkende Schauspieler sind unter anderem Cormac De Bhal als Tomas und Oisin Thompson als Sean.
Auch wenn der Film nicht direkt von «Heated Rivalry» inspiriert wurde, thematisiert er Sexualität, Gemeinschaft und das Vereinsleben in GAA-Clubs und verstärkt LGBTIQ-Perspektiven im irischen Kino.
Diese Entwicklungen spiegeln sich wandelnde Einstellungen in der irischen Sportwelt wider, in der die Gaelic Athletic Association (GAA) lange Zeit das Zentrum der Gemeinschaftsidentität bildete.
Savages Geschichte trage dazu bei, indem sie eine persönliche Perspektive eines ehemaligen Spielers liefere, heisst es in mehreren LGBTIQ-Medien.
Nur eine Frage der Zeit: Die schwule Pornoversion von «Heated Rivalry» ist da! Das Paar Paul Codi und Travis Connor behauptet, die «Realität» zu repräsentieren (MANNSCHAFT berichtete).