AfD-Plakat mit rosa Dreieck: Staatsanwaltschaft prüft Kritik
Die queerfeindliche Partei gibt sich geschichtsvergessen
Wegen eines Plakats mit rosa Dreieck und KI-Bild der Landrätin wird eine Strafanzeige gegen den AfD-Kandidaten in der Uckermark gestellt. Wie reagiert er auf die Vorwürfe?
Ein AfD-Wahlplakat mit möglichen Bezügen zur Nazizeit sorgt in der Uckermark in Brandenburg für Aufregung – nun prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie Ermittlungen einleitet. Es liege mindestens eine Strafanzeige dazu vor, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde in Neuruppin der Deutschen Presse-Agentur.
Im Fokus steht ein Plakat des AfD-Kandidaten für die Landratswahl im April, Felix Teichner, mit dem Slogan «Veränderung statt ,weiter so'». Daneben ist ein mit Künstlicher Intelligenz erstelltes Foto der amtierenden Landrätin Karina Dörk (CDU) zu sehen, die mit ihren Händen die für Ex-Kanzlerin Angela Merkel typische Raute formt. Eingefasst ist Dörks Bild in ein rosafarbenes Dreieck.
Die Kritik: Mit einem sogenannten rosa Winkel wurden während der NS-Zeit als homosexuell eingesperrte Häftlinge in Konzentrationslagern von Insassen anderer Kategorien unterschieden. Lothar Priebe von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschist*innen (VVN) stellte deswegen Strafanzeige gegen Teichner, wie er dem RBB sagte. Grund sei die «Benutzung von Insignien der ehemaligen NS-Zeit und die persönliche Entwürdigung von Personen des öffentlichen Rechts».
Teichner sagte dem RBB zu der Kritik: «Ich war selbst erstaunt, dass es ein rosafarbenes Dreieck gibt, was so negativ behaftet ist. Und ich mache mir das definitiv nicht zu eigen.» Er wies darauf hin, dass die AfD die einzige Partei mit einer homosexuellen Bundesvorsitzenden an der Spitze sei. «Wir stehen zu Alice Weidel, deshalb sehe ich dazu keinen Bezug. Die Vorwürfe sind völlig absurd.»
Trotz der lesbischen Chefin ist die Partei allerdings u.a. auch gegen die Ehe für alle. Weidels Partnerin dagegen ist anderer Meinung (MANNSCHAFT berichtete).
«Bridgerton»-Showrunnerin findet: Benedicts Bi-Coming-out ist ein «wunderschöner Moment». «Die Gesellschaft sollte nicht das Recht haben, die Regeln dafür vorzugeben, wie man lebt – oder wen man liebt» (MANNSCHAFT berichtete).