«Bridgerton»-Showrunnerin: Benedicts Bi-Coming-out ein «wunderschöner Moment»

«Die Gesellschaft sollte nicht das Recht haben, die Regeln dafür vorzugeben, wie man lebt – oder wen man liebt»

Luke Thompson als Benedict Bridgerton (l.) mit Yerin Ha als Sophie in Staffel 4
Luke Thompson als Benedict Bridgerton (l.) mit Yerin Ha als Sophie in Staffel 4 (Bild: Netflix)

Jetzt, da die schier unendliche vierte Staffel von «Bridgerton» verfügbar ist, hat sich eine der Showrunnerinnen zum gefühlvollen Coming-out von Benedict Bridgerton geäussert. Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler!

Obwohl die vierte Staffel der erfolgreichen Netflix-Serie primär Benedict (Luke Thompson) und seine Liebe zu Sophie (Yerin Ha) zeigt, wurde bereits früher klar, dass dieser Bridgerton-Bruder queer ist.

Benedict wurde in der dritten Staffel als queer bestätigt, die seine Beziehungen zu Männern und Frauen präsentierte. In der letzten Staffel hatte er Affären mit Lady Tilley Arnold (Hannah New) und Paul Suarez (Lucas Aurelio). In der ersten Folge der vierten Staffel teilt Benedict zudem einen Kuss mit einem weiteren Mann. In den späteren Episoden erklärt Benedict dann seine Sexualität gegenüber Sophie.

In der entsprechenden Coming-out-Szene sagt Benedict: «Die Gesellschaft sollte nicht das Recht haben, die Regeln dafür vorzugeben, wie man lebt – oder wen man liebt.» Weiter fügt er hinzu: «Ich bin fähig, für dich zu sorgen, so wie ich für Frauen gesorgt habe, die ich kannte und die dem Ton angehörten. Genau so habe ich auch für einige Männer gesorgt, die ich intim kannte. Und ich weigere mich, mich dafür zu schämen.»

Sophie hält daraufhin inne, lächelt und erwidert: «Liebe ist immer etwas, worauf man stolz sein kann. Die Welt braucht mehr davon.» In diesem Moment gestehen sich die beiden ihre Liebe zueinander.

Vollständig akzeptiert und geliebt Gegenüber Radio Times erklärte Showrunnerin Jess Brownell, wie wichtig es war, die Szene richtig umzusetzen: «Ich denke, für diejenigen von uns, die sich als queer identifizieren und sich zu mehreren Geschlechtern hingezogen fühlen, egal mit wem wir letztlich zusammenkommen, werden wir uns immer als queer identifizieren – es gehört zu unserer Identität. Dass Benedict Sophie alles von sich erzählt und vollständig akzeptiert und geliebt wird, so wie er ist, das ist die einzige Form wahrer Liebe.»

Weiter sagte sie: «Jede Art von Liebe, bei der man einen Teil von sich versteckt oder nicht für einen Teil von sich akzeptiert wird, wäre nicht das Happy End, das wir für Ben und Sophie wollten.»

Brownell fügt hinzu, dass das Teilen ihres wahren Ichs die Grenzen zwischen ihnen aufhebt: «Ich empfand es als einen wunderschönen Moment für die beiden, einander zu sehen, zu erkennen und zu akzeptieren.»

Benedict ist nicht der einzige queere Charakter im «Bridgerton»-Universum. Brownell erklärte bereits, dass Francesca (Hannah Dodd) eine lesbische Beziehung eingehen wird (MANNSCHAFT berichtete). In der neuen Staffel sprühten die Funken zwischen ihr und Michaela (Masali Baduza).

Das Ende der vierten Staffel bereitet laut Pink News dann den Boden dafür, dass die nächste Staffel die erste alles dominierende LGBTIQ-Romanze der Serie zeigen werde. Man darf gespannt sein.

Im Roman «Something Fabulous» lieferte Alexis Hall bereits 2022 eine rundum queere und «softpornöse» Version von «Bridgerton», die weit über alles hinausgeht, was Netflix sich bislang traute zu zeigen (MANNSCHAFT berichtete).

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare