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Demo-Spots und Livestream – So läuft der CSD München

Unter Auflagen darf demonstriert werden

CSD München
Foto: CSD München

Der CSD München findet am morgigen Samstag statt. Es darf demonstriert werden, wegen der Corona-Pandemie allerdings unter Auflagen.

In München haben Gesundheitsreferat, Kreisverwaltungsreferat und Polizei grünes Licht für die CSD-Demo-Spots gegeben, teilten die Veranstalter*innen am Donnerstagabend mit: So werden ab 12 Uhr in der Innenstadt unter strengsten Hygienevorgaben (bis dato) 47 Gruppen mit maximal sechs Teilnehmer*innen grosszügig voneinander entfernt, aber flächendeckend für gleiche Rechte und Akzeptanz demonstrieren. Motto in diesem Jahr: «Gegen Hass. Bunt, gemeinsam, stark!»

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Die Veranstalter*innen bitten ausdrücklich darum, nicht zur Teilnahme aufzurufen, um Ansammlungen in der Innenstadt zu vermeiden. Zuschauer*innen dürfen an den geplanten 55 Demo-Spots vorbeilaufen, aber nicht verweilen. Spazieren ist erlaubt, Feiern nicht! Im Corona-Jahr liege es in der Verantwortung der Medien, die Sichtbarkeit für die LGBTIQ-Community herzustellen. Denn die Gesundheit aller gehe vor.

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Im CSD-Livestream gibt es den ganzen Tag über Musik, aber auch Community-Talks – etwa zum «Szenesterben», das vor allem die Gastroszene betrifft und durch Corona verschärft wird.

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Zu den Forderungen gehören in diesem Jahr u. a.: Gleiche Rechte und Akzeptanz. Lesben, Schwule, bisexuelle, trans und inter Menschen, ein umfassender Antidiskriminierungsschutz, die Abschaffung des Transsexuellengesetzes und die konsequente Verfolgung von Hassverbrechen durch den Staat. Gregor etwa wurde im Glockenbachviertel beleidigt und verprügelt und bis er sich danach wieder unbefangen in der Öffentlichkeit bewegen konnte, dauerte es eine ganze Weile (MANNSCHAFT berichtete).

Des weiteren soll ein modernes Abstammungsrecht für gleiche Rechte auch für Regenbogenfamilien sorgen und für ältere LGBTIQ soll es adäquate Wohnformen und Betreuung sowie Pflege in diskriminierungsfreier Umgebung geben.

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Der CSD folgt zwei Tage auf einen grossen queerpolitischen Erfolg im Freistaat: U.a. wird die Beratungsinfrastruktur für queere Personen im ländlichen Raum im Doppelhaushalt 2021/22 einen eigenen Posten erhalten (MANNSCHAFT berichtete). Der Bayerische Landtag wird auch einem Berichtsantrag zustimmen, der klären soll, inwieweit die Gesundheitsfürsorge von trans Personen in Bayern flächendeckend gewährleistet ist.

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