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Wegen Regenbogenfahne: Hooligans werfen in Bern mit Bierdosen

Beim Spiel Young Boys Bern gegen Roter Stern Belgrad kam es mehrfach zu Ausschreitungen

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Foto: Twitter/Young Boys Bern

Das Playoff-Spiel zur Champions League zwischen dem Schweizer Fussballmeister Young Boys Bern und Roter Stern Belgrad (2:2) am Mittwoch wurde von mehreren Zwischenfällen überschattet. Unter anderem störten sich offenbar homofeindliche Fans an der Regenbogenfahne vor einem Lokal.

Beim Marsch von mehreren hundert serbischen Fans zum Stadion seien am Mittwoch mehrere Personen tätlich angegriffen worden, berichtete die Kantonspolizei am Donnerstag. Die Polizei habe Warnschüsse abgeben müssen. Fünf Menschen wurden verletzt, drei vorübergehend festgenommen.

Auch nach dem Spiel kam es nach Polizeiangaben zu Tätlichkeiten. Die Polizei sei bis nach Mitternacht im Einsatz gewesen. Schon bei der Einreise der Fans aus Belgrad seien Schlagstöcke, Vermummungsmaterial sowie gefälschte Eintrittstickets beschlagnahmt worden, berichtete die Polizei.

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Zudem warfen im Lorrainequartier serbische Fans mehrere volle Bierdosen gegen eine gut besetzte Terrasse des Café Kairo. Offenbar störten sich die Fans an der Regenbogenfahne, die am Haus hing, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Ein Ombudsmann gegen «schwule Pässe»

Das Rückspiel in der Champions League folgt am kommenden Dienstag in Belgrad.

Die Berner Young Boys YB setzen sich seit Jahren gegen Rassismus auf und abseits des Spielfelds ein. Schon 2014 setzte der Verein in einem Spiel der höchsten Fussballliga der Schweiz auch ein Zeichen gegen Homophobie: Beim Spiel gegen den FC Basel ersetzten die Berner die regulären Eckfahnen durch Regenbogenfahnen.

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Im vergangenen Jahr machte der Schweizer Meister bei den Aktionswochen des Netzwerks «Fans Against Racism in Europe» (FARE) mit, die unter dem Motto #FootballPeople standen. «Für den europäischen Fussball sind die Aktionswochen die perfekte Gelegenheit, um sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung stark zu machen und Inklusion und Vielfalt zu unterstützen», sagte Piara Powar, Geschäftsleiter von FARE.

«Mario»: Homosexualität als Risikofaktor

«Spätestens seit der Unterstützung des Films ‹Mario› ist bekannt, dass sich YB der Thematik Homosexualität und Homophobie bewusst ist», erklärte Simon Weber, Präsident des schwullesbischen YB-Fanclubs Wankdorf Junxx.

Neben Homophobie spreche der Club auch Sexismus oder Nationalismus an. Das zeige, dass sich der Club seiner sozialen Verantwortung bewusst sei. «Für uns ist es schön anzusehen, wie der BSC YB in der Schweiz eine Vorreiterrolle einnimmt und klar Stellung bezieht.»

Justin Olsen

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