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Eine ganze Woche: Aktion gegen Homophobie im Fußball in Großbritannien

Homophobie im Fußball ist nach wie vor ein großes Thema, weltweit. Der offen schwule Kicker Robbie Rogers, der kürzlich sein Karriere-Ende bekanntgab, machte im Sommer 2016 eine schwulenfeindliche Beschimpfung öffentlich.

In dieser Woche zeigt nun jeder englische Fußballliga-Platz beispielsweise regenbogenfarbene Eckfahnen zur Unterstützung der „Rainbow Laces“-Kampagne von Stonewall.

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Die Aktion dauert vom 25. November bis zum 3. Dezember. Die Kampagne wurde 2013 ins Leben gerufen und ist ein Zeichen der Solidarität mit queeren Spielern, Mitarbeitern und Fans. In Russland dagegen, wo nächstes Jahr die Fußball-WM stattfindet, behaupten Funktionäre gerne, es gäbe gar keine schwulen Kicker.

Dieses eindrucksvolle Bild twitterte die BBC:

Wie in den vergangenen Jahren sind die Spieler eingeladen, Regenbogenschnürsenkel in ihren Schuhen zu tragen, und die Klubs wurden auch mit Regenbogenkapitänsbinden und Programmanzeigen versehen, während die Schiedsrichter auch Regenbogenschnüre erhalten haben.

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Diese Bilder twitterte der britische Fußball-Zweitligist Leeds United:

Der Geschäftsführer der britischen Fußballliga EFL, Shaun Harvey, sagte in einer Erklärung zum Kampf gegen Homophobie: „Selbst wenn wir anerkennen, dass in diesem Bereich Fortschritte erzielt wurden, gibt es noch einiges zu tun.“

Im Juni gab es eine ähnliche, wenn auch kleinere Aktion beim deutschen Test-Länderspiel in Dänemark. Eine regenbogenfarbene Kapitänsbinde trug der Deutsche Julian Draxler ebensowie der dänische Kapitän Christian Eriksen. Der Deutsche Fußballbund habe die Aktion gegen Homophobie „selbstverständlich unterstützt, weil sie in unsere Werte passt“, erklärte der Verband.

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