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Obama will das Therapieren von Homosexualität verbieten

(dpa/gzy) US-Präsident Barack Obama stemmt sich gegen die umstrittene Umerziehungstherapie für Homosexuelle. Obama unterstütze Bestrebungen, ein Gesetz gegen die sogenannte Konversionstherapie zu erlassen, schreibt seine Beraterin Valerie Jarrett auf der Webseite des Weissen Hauses. Aktivisten haben eine entsprechende Petition dort eingestellt.

«Als Teil unseres Einsatzes zum Schutz der Jugend Amerikas unterstützt diese Regierung Anstrengungen, den Einsatz von Konversionstherapien bei Minderjährigen zu verbieten», schrieb Jarrett in einer offiziellen Reaktion des Weissen Hauses.

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Der schwule TV-Reporter Christian Deker zeigt sich fassungslos. (Bild: Screenshot NDR)
Der schwule TV-Reporter Christian Deker zeigt sich fassungslos. (Bild: Screenshot NDR)
In den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersey sind solche höchst umstrittenen Behandlungen für Minderjährige bereits verboten. Eine Reihe von Verbänden aus Medizinern und Psychologen haben sich in den USA bereits gegen die Therapie zur «Konvertierung» von Schwulen ausgesprochen. Dies sei von allen Berufsständen zu geistiger Gesundheit abgelehnt worden, heisst es nach Angaben der American Psychological Association (APA).

Reporter lässt sich für Doku-Sendung therapieren
In Europa sind solche Therapien immer noch zulässig. Für die Sendung vom 6. Mai 2014 besuchte der TV-Reporter Christian Deker Ärzte, die vorgaben, seine sexuelle Orientierung ändern zu können.

«Das ist unfassbar. Der hat mir aller Ernstes erzählt, dass ich wahrscheinlich deshalb schwul sei, weil ich eine Narbe am Kinn hätte und mit meinem Körper unzufrieden sei», so Christian Deker nach einer ersten Sprechstunde. Der Arzt könne nicht garantieren, dass seine Sexualität therapierbar sei, er wolle ihm aber grosse Hoffnungen machen.

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Die halbstündige Doku-Sendung kann auf der Webseite des NDR in voller Länge abgespielt werden.

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