Woelki zum Trotz: Katholische Gemeinden segnen homosexuelle Paare
Es wird grosser Andrang erwartet
Trotz einer Massregelung durch Kardinal Rainer Maria Woelki planen zwei katholische Kirchengemeinden im Rheinland für den 10. September eine neue Segensfeier für gleichgeschlechtliche Paare.
«Gottes Schöpfung ist bunt», sagte Gemeindereferentin Ulrike Platzhoff am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Es geht hier um Paare, die zueinander stehen und sich Treue versprechen – das sind doch Werte, und dem muss die Kirche Rechnung tragen», sagte Platzhoff. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte berichtet.
Der Pfarrer Herbert Ullmann aus Mettmann bei Düsseldorf hatte im März einen Segnungsgottesdienst für homosexuelle Paare abgehalten und war dafür von seinem Chef Woelki gemassregelt worden (MANNSCHAFT berichtete). Ullmann hat dieses Vorgehen kritisiert, will sich aber an das Verbot halten (MANNSCHAFT berichtete). Die beiden Gemeinden Sankt Lambertus in Mettmann und Sankt Maximin in Wülfrath planen deshalb jetzt ohne ihn.
Stattfinden solle der neue Segnungsgottesdienst in der Evangelischen Kulturkirche in Wülrath, sagte Platzhoff. Teilnehmen würden ausser ihr auch ein evangelischer Pfarrer und ein katholischer Geistlicher. Sie erwarte grossen Andrang. «Wir haben unheimlich viel Zuspruch und Ermutigung erfahren.»
Während sich die Synodalversammlung der katholischen Kirche in Deutschland im März für offizielle Segensfeiern für homosexuelle Paare ausgesprochen hatte, ist der Vatikan strikt dagegen. Woelki unterstützt die konservative Linie des Vatikans.
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