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Queeres Chorfestival NordAkkord: «Skandal, was ist passiert?»

Das grösste LGBTIQ-Chorfestival Norddeutschlands findet dieses Jahr vom 26. bis 29. Mai in Bremen statt

Chorfestival NordAkkord
Teilnehmer*innen des NordAkkord-Chorfestivals in Bremen (Foto: Screenshot / Radio Bremen)

Traditionell übers Himmelfahrtswochenende treffen sich 20 Chöre und ihre Fan-Gemeinden zum Singen und Feiern. Dieses Jahr findet das NordAkkord Chorfestival erstmals in Bremen statt.

Mehr als 500 nicht-heterosexuelle Chormitglieder musizieren diesmal in Bremen zusammen. Radio Bremen berichtete über das Event in einem Drei-Minuten-Beitrag, bei dem verschiedene Sänger*innen zu Wort kommen.

Im Beitrag heisst es, beim Festival zu singen sei auch eine politische Botschaft. So hört man beispielsweise die schwulen Zauberflöten aus Köln mit dem Lied: «Und täglich ruft die schwule Welt: Was hat der denn wieder angestellt? Skandal, was ist passiert? Skandal, wir sind schockiert!»

Anders lachen, wenn man «unter sich» ist
Ebenfalls dabei sind die QuerChorallen aus Berlin, die auf dem Ansgarii-Kirchhof auftreten. Jörg Riemann von den Querchorallen erklärt im Fernsehen, dass man in einem queeren Chor über andere Probleme sprechen könne als in anderen Chören – und auch über andere Dinge gemeinsam lachen könne, wenn man «unter sich» ist.


Das sei wichtig, genauso wie es wichtig sei, die queere Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen.

Chorfestival NordAkkord
Jörg Riemann von den Querchorallen (Foto: Screenshot / Radio Bremen)

Für viele Chöre, die sich langem kennen, ist es das erste Zusammentreffen nach zwei Jahren Corona. Entsprechend ist es für viele ein freudiges Wiedersehen mit alten Bekannt*innen.

Verschiedene Auftritte werden in Form von sogenanntem «Strassensingen» absolviert. Durch derartige Draussen-Auftritte können die Chöre ihre Botschaft von Vielfalt und Diversity unters Volk bringen, sagt Thiemo Burghof-Parkin im Radio-Bremen-Beitrag.


Der Sänger nennt das Event in Bremen auch eine Art LGBTIQ-Familientreffen.

YouTube video

Zum Radio-Bremen-Beitrag in der ARD-Mediethek geht’s hier.


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