in

Nur Schwule in schwulen Rollen ? «Würde den besten Schauspieler nehmen!»

Auch Neil Patrick Harris äussert sich jetzt in der aktuellen Debatte

Schwule
Neil Patrick Harris (Foto: CBS/ «How I Met Your Mother»)

Der US-Schauspieler Neil Patrick Harris hat sich in die Debatte eingeschaltet, ob heterosexuelle Schauspieler*innen in Film und Fernsehen queere Rollen übernehmen sollten.

Es war seine Paraderolle in «How I Met Your Mother»: der heterosexuelle Aufreissertyp Barney Stinson, den er jahrelang spielte und wofür der offen schwule Schauspieler gefeiert wurde.

«Ich bin niemand, der gerne mit Labeln arbeitet», sagte er jetzt in einem Interview mit The Times. «Als Schauspieler hofft man sicherlich, für alle Arten von verschiedenen Rollen in Frage zu kommen. Ich habe neun Jahre lang eine Figur gespielt, die mit mir überhaupt nichts zu tun hatte.»

Werbung


Er fügte hinzu, wenn er der verantwortliche Caster wäre, würde er «definitiv den besten Schauspieler nehmen wollen». Und überhaupt, so Harris: «Es ist irgendwie sexy, wenn ein heterosexueller Schauspieler eine schwule Figur spielt.»

Noch ein Comeback: Die No Angels kommen zurück

Der 47-jährige Schauspieler ist Teil des Casts der neuen Serie «It’s A Sin» von Russell T Davies, dem Schöpfer von «Queer as Folk», und damit Teil eines rein schwulen Männerensembles. In der Serie geht es um drei junge Schwule, die in den Achtzigerjahren von der AIDS-Krise betroffen sind. Mit dabei ist auch Olly Alexander als Ritchie, der seine Sexualität vor seiner Familie versteckt – der Sänger und Schauspieler haderte selber früher mit seiner Identität (MANNSCHAFT berichtete).

Davies forderte kürzlich sogar, nur homosexuelle Schauspieler*innen sollten homosexuelle Rollen übernehmen. Entsprechen sollten Regisseur*innen besetzen, schliesslich würde man auch niemanden «schwarz anmalen», so Davies (MANNSCHAFT berichtete).

Werbung

Erst im November hatte der offen schwule Schauspieler Wentworth Miller erklärt, er würde nicht mehr bei «Prison Break» mitspielen, weil er damit durch sei, heterosexuelle Figuren zu spielen. Er wolle mehr schwule Rollen sehen, die von schwulen Schauspielern gespielt würden.

Miller hatte sich im Jahr 2013 als schwul geoutet, um gegen den LGBTIQ-feindlichen Kurs der russischen Regierung zu protestieren. Über fünf Staffeln spielte er einen heterosexuellen Charakter, der freiwillig in den Knast geht, um seinen Bruder zu retten.

CSD Stuttgart

CSD Stuttgart: Verein wird 20 ++ Strategie gegen Hate Crimes gefordert

«Ärgere mich sehr»: Frust über grüne LGBTIQ-Politik in Österreich