Mehrere homofeindliche Übergriffe mit Verletzten in Berlin
U.a. im Regenbogenkiez
Unbekannte beleidigten in der Silvesternacht in Schöneberg einen Mann homofeindlich und schlugen seinen Begleiter. Auch am Sonntag kam es zu einem Vorfall.
In Hellersdorf wurde ein Mann am Sonntagmorgen von einem bislang Unbekannten beleidigt und geschlagen. Der 48-Jährige hielt sich gemeinsam mit zwei Bekannten gegen 7 Uhr in einer Bar in der Stendaler Strasse auf, als der Tatverdächtige ihn zunächst homophob beleidigt und anschließend ins Gesicht geschlagen haben soll. Der 48-Jährige wurde bei dem Angriff leicht im Gesicht verletzt, lehnte eine ärztliche Behandlung aber ab. Eine Absuche nach dem Tatverdächtigen verlief laut Polizei ohne Erfolg.
Bereits in der Nacht gab es enen ähnlichen Vorfall: Gegen 1.40 Uhr sollen ein 35-Jähriger und sein Begleiter (30) am Nollendorfplatz aus einer fünfköpfigen Personengruppe heraus angesprochen und homophob beleidigt worden sein. Als der Jüngere der beiden die Gruppenmitglieder nach dem Grund der Äusserung fragte, sollen zwei Personen der Gruppe ihn getreten und mit den Fäusten in sein Gesicht geschlagen haben, sodass er zu Boden ging. Die drei übrigen Gruppenmitglieder sollen derweil zu schlichten versucht haben.
Der Mann erlitt bei dem Angriff Verletzungen im Gesicht sowie an einem Knie. Der 35-Jährige versuchte noch seinem Begleiter zur Hilfe zu kommen, stürzte bei dem Versuch jedoch und erlitt Hautabschürfungen an den Knien. Die Personengruppe flüchtete derweil in unbekannte Richtung. Eine ärztliche Behandlung von der Besatzung eines alarmierten Rettungswagens lehnten die beiden Männer ab.
Die Ermittlungen wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung dauern an.
Zuvor hatten Polizeieinsatzkräfte am Nachmittag in Prenzlauer Berg einen Mann nach einer homofeindlichen Beleidigung festgenommen. Gegen 16 Uhr nahmen Zivilfahnder in einem Imbiss in der Landsberger Allee wahr, wie der später Festgenommene einen 35 Jahre alten Gast während eines Streitgespräch homophob beleidigte. Die Einsatzkräfte gaben sich als Polizisten zu erkennen, stellten die Personalien des Tatverdächtigen fest und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung ein. Nach Abschluss der Massnahmen wurde der 50-Jährige entlassen.
Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.
Immer mehr Fälle von Gewalt gegen LGBTIQ werden in Berlin angezeigt. Die Zahl der Anzeigen hat sich in acht Jahren vervierfacht (MANNSCHAFT berichtete)
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