Homohass in Kanada: Schwuler Mann verletzt
Der Mann und sein Partner waren gemeinsam unterwegs als sie angegriffen wurden
Eine Gruppe von drei Männern beleidigte und attackierte ein schwules Paar, das Hand in Hand unterwegs war. Einer der beiden wurde verletzt.
Das Männerpaar war am Freitagabend Ende August händchenhaltend im Hafenviertel der Kanadischen Kleinstadt Orillia im Süden der Provinz Ontario unterwegs, als drei Männer sie aus dem Auto heraus beleidigten, meldet Simcoe. Demnach riefen sie dem Paar Schimpfwörter und homophobe Beleidigungen nach.
Quasi-Blutspendeverbot für Schwule und Bi-Männer bröckelt
Das Auto fuhr später noch ein zweites Mal vorbei. Diesmal schütteten die drei Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren Bier über ihr Opfer und warfen ihm die leere Büchse nach ihm. Die drei mutmasslichen Täter kamen sogar ein drittes Mal zurück. Das Opfer, welches aus Angst vor weiteren Beschimpfungen anonym bleiben möchte, näherte sich dem Auto, um mit dem Fahrer zu sprechen.
James L., der am Steuer sass, wurde dann angeblich aggressiv und fuhr davon, wobei sie das Opfer etwa 25 Meter weit mitschleiften. Glücklicherweise wurde er nicht ernsthaft verletzt. Die Polizei lokalisierte das Auto kurze Zeit später und die drei Männer wurden verhaftet.
Eric A. und Roarke M. wurden wegen Körperverletzung, der Fahrer James L. wegen Körperverletzung und gefährlichem Betrieb eines Fahrzeuges angeklagt. Die drei haben sich am 17. November vor Gericht für das Hassverbrechen zu verantworten und sind bis dahin freigelassen.
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In Berlin wurde am selben Wochenende ebenfalls ein Mann homofeindlich beleidigt und verletzt (MANNSCHAFT berichtete). Berlin erfasst Hassverbrechen mit homo- und transphobem Hintergrund. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 559 Falle gemeldet, womit sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 32% erhöht hat.
Laut Hate Crime Bericht 2018/19 werden in der Schweiz nur 18% der Hassverbrechen auch angezeigt (MANNSCHAFT berichtete). Gestützt wird diese Zahl auf Meldungen, die bei der LGBT-Helpline eingegangen sind. Nach wie vor werden in der Schweiz Hassverbrechen gegen LGBTIQ nicht statistisch festgehalten. Im März wurde ein entsprechender Vorstoss im Nationalrat abgelehnt (MANNSCHAFT berichtete).
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