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Zwei trans Frauen in Berlin beleidigt und attackiert

Zielscheibe des Hasses war eine 38-Jährige, ihre Lebensgefährtin und ein Freund

Hassgewalt in Berlin

Am Montagabend wurden in Alt-Treptow zwei trans Frauen homofeindlich beleidigt und angegriffen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim LKA ermittelt.

Nach Angaben der Polizei wurde eine 38-jährige trans Frau im Treptower Park gegen 20.20 Uhr von einem unbekannten Mann angesprochen. Sie befand sich in Begleitung ihrer Lebensgefährtin (29) und einem 25-jährigen Freund. Der Unbekannte trat an die Gruppe heran, soll die 38-Jährige homophob beschimpft und ihr dabei mit seiner Faust mehrmals gegen einen Oberschenkel geschlagen haben.

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Weiterhin habe er versucht, sie in das angrenzende Wasser zu schubsen, was ihm aber nicht gelang. Danach entfernte er sich unerkannt. Kurze Zeit später bemerkten die Parkbesucher*innen, dass sich ihnen eine grössere Personengruppe näherte, zu der auch wieder der gewalttätige Pöbler gehört haben soll.


Die 29-jährige trans Frau filmte daraufhin alle mit ihrem Handy. Der mutmassliche Schläger und ein weiterer Mann aus der Gruppe bemerkten das, darum sollen sie auf die Frauen zugegangen sein. Einer der zwei mutmasslichen Täter habe das Handy aus der Hand der filmenden Frau gerissen und ins angrenzende Wasser geworfen. Anschliessend soll sie durch das Duo zu Boden geschubst worden sein. Einer der beiden soll dann gegen den Kopf und einen Arm der am Boden Liegenden getreten haben, während der andere sie dabei festgehalten haben soll.

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Kurz darauf liessen sie von ihr ab und flüchteten. Die beiden angegriffenen Frauen lehnten eine ärztliche Behandlung ab. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen.

Im vergangenen Mai hatte das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin MANEO aktuelle Zahlen über Gewalt gegen LGBTIQ vorgelegt. Demnach stiegen die Fälle angezeigter Gewalt gegen LGBTIQ in der Hauptstadt um 58 auf 382 an. Gegenüber 2017 ist ein Zuwachs von fast einem Drittel zu verzeichnen.


Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Die Fälle angezeigter Gewalt gegen LGBTIQ in der Hauptstadt stiegen um 58 auf 382 an. Gegenüber 2017 ist ein Zuwachs von fast einem Drittel zu verzeichnen.


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