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Grünes Politikerinnenpaar für offenen Umgang mit Homosexualität

Man sollte nichts verstecken, findet Josefine Paul

Homosexualität
Katja Meier (Bündnis90/Die Grünen), Justizministerin von Sachsen (l) und Josefine Paul, neue Vorsitzende der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im NRW-Landtag (Foto: Jan Woitas/Roland Weihrauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++)

Die Grünen-Politikerinnen Katja Meier und Josefine Paul haben Kolleg*innen ermuntert, offen mit ihrer Homosexualität umzugehen. Meier (41), Justizministerin in Sachsen, und Paul (39), Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag, sind ein Paar.

«Ich finde, man sollte nichts verstecken», sagte Paul im Gespräch mit der Wochenzeitung Die Zeit. Jeder entscheide selbst, wie viel er von seinem Privatleben preisgebe: «Aber es sollte nicht davon abhängen, ob man in einer heterosexuellen oder homosexuellen Partnerschaft lebt. Wir haben uns entschieden, offen damit umzugehen. Das kann auch ein Türöffner sein.»

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«Vielleicht hilft das anderen, wenn sie sehen, ah, die sind wie wir. Vielleicht motiviert es sie sogar, bei einer Partei mitzumachen, für ein Amt zu kandidieren», betonte Meier. Sie antwortete auch auf die Frage, ob Kampagnen für ein Coming-out etwas bringen: «Es geht ja nicht nur darum, zu sagen: Hey, wir outen uns. Sondern es geht darum, dass Menschen erzählen, mit welchen Vorurteilen und Befürchtungen sie in ihren Jobs konfrontiert sind.»

Dank solcher Kampagnen werde das sichtbar, viele würden sich dann solidarisieren: «Es braucht ja auch immer Vorbilder, die von sich erzählen.»


Die Frauen sind seit anderthalb Jahren ein Paar. Sie habe Josefine Paul nicht versteckt, sondern hin und wieder mit zu offiziellen Anlässen genommen, genauso wie sie ihre Partnerin hin und wieder in Nordrhein-Westfalen begleite, so die Ministerin.

Anne Will, als geoutete bekannte Lesbe, sei ihr Vorbild. «Ich habe mich einfach in Josefine verliebt und das für mich als ganz natürlich empfunden, mir nicht wirklich Gedanken gemacht, ob ich lesbisch bin oder bisexuell», erzählt Meier.

Ein kleines französisches Städtchen an der belgischen Grenze wählte im vergangenen Jahr eine trans Frau zur Bürgermeisterin – eine historische Wahl (MANNSCHAFT berichtete).




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