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Der erste CSD Thüringen soll in Weimar stattfinden

Die Veranstalter*innen denken über verschiedene Formate und Räume zur Begegnung nach

Hate Crimes an LGBTIQ
Foto: AdobeStock

Die Macher*innen hinter Thüringens Veranstaltungen zum Christopher Street Day tun sich in diesem Jahr zusammen. Sie hoffen, dass die Pandemie eine gemeinsame Parade im Herbst zulässt.

Die ersten gemeinsame Parade zum Christopher Street Day (CSD) für ganz Thüringen soll durch Weimar ziehen. Das gaben die Veranstalter jüngst bekannt. Die für die Umzüge in Erfurt, Gera, Jena und Weimar verantwortlichen Gruppen hatten sich im Juni angesichts der Corona-Pandemie für eine nach Möglichkeit gemeinsame Parade am 17. Oktober entschlossen (MANNSCHAFT berichtete).

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Der zentrale Ort in Thüringen dafür stand zunächst noch nicht fest. Jetzt ist aber klar, dass es die Klassikstadt werden soll.

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«Wir wissen alle noch nicht, wie die Situation im Oktober sein wird», sagte Matthias Gothe aus der Weimarer Gruppe. Die Parade sei im Moment das Ziel. Gleichzeitig werde aber auch über verschiedene Formate und Räume zur Begegnung nachgedacht, sollte ein grössere Umzug aufgrund der Corona-Entwicklung nicht möglich sein. Für den CSD in Deutschland habe es dieses Jahr schon kreative Lösungen gegeben – «Fahrraddemos etwa», so Gothe.

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Auch in Hamburg steigt die Community aufs Rad (MANNSCHAFT berichtete). Die CSD-Fahrraddemo findet am 1. August statt. Es gibt seit dieser Woche eine Genehmigung für bis zu
3.000 Teilnehmer*innen. Durch die Einigung zwischen Verein und Polizei wird das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beendet, das Hamburg Pride e.V. zuvor angerufen hatte. Der Demonstrationszug wird sich rund um die Binnenalster aufstellen und am Samstag um 12 Uhr auf
eine rund acht Kilometer lange Strecke durch St. Pauli und Altona starten, bevor er sich am Dammtorbahnhof wieder auflöst.

Die Thüringer Veranstalter*innen hoffen, dass es im Oktober ein Parade geben kann. «Damit erreichen wir viele Menschen, auch solche, die sich vielleicht bislang noch nicht über das Thema Gedanken gemacht haben», sagte Gothe. Zudem sei es gerade in Zeiten von Corona wichtig, Sichtbarkeit für die LGBTIQ-Community zu erzeugen. So seien etwa Beratungsstellen coronabedingt geschlossen gewesen. «Und nicht jeder wird vielleicht von seiner Familie akzeptiert und fühlt sich dann gerade in dieser Zeit isoliert.»

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In Berlin haben sich vor zwei Wochen etwa 500 Menschen an der ersten Marzahn Pride beteiligt. Der Umzug queerer Aktivist*innen durch den Ost-Berliner Stadtteil wollte bei der dortigen russischen Community für Vielfalt und Toleranz werben. Bei AfD-Mann Gunnar Lindemann hat das nicht so recht geklappt (MANNSCHAFT berichtete).

Im kommenden Jahr soll Malmö gemeinsam mit Kopenhagen die World Pride 2021 austragen – bisher steht der Plan noch. Das schwule Reiseblogger-Paar Karl und Daan alias Couple of Men hat sich schon mal umgeschaut (MANNSCHAFT berichtete).

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